Fragen zur Energiepolitik

Nindorf Friedrich-Wilhelm Trottmann Dienstag, 1. November 2022



Mit Mark Helfrich hatte Seniorenunionsvorsitzende Anne Ohlsen den Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis drei, Steinburg/Dithmarschen Süd, für eine Informationsveranstaltung in den Nindorfer Hof eingeladen, aus dem täglichen Geschehen in Berlin zu berichten.

Als energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion beleuchtete Helfrich das zurzeit aktuelle Thema. Wir seien im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine unmittelbar betroffen, so Helfrich. Bisher war Russland ein zuverlässiger Erdgaslieferant, von dem 55 Prozent des Erdgases bezogen wurden. Deutschland habe sehr stark auf Erdgas gesetzt. Er habe sich vor dem 24. Februar sowohl für Nordstream II als auch für LNG eingesetzt und wurde kürzlich gefragt, ob er richtig gehandelt habe. Wir seien absehbar von einem Lieferanten abhängig geworden, LNG wäre eine Art Versicherung gewesen. Bitter sei es für die Deutschen, am eigenen Leibe die physikalische Unsicherheit erfahren zu müssen: "Habe ich genug Energie?"

Helfrich erörterte Erdöl- und Erdgasförderung. Der Netzausbau nebst Speichern sei wichtig. Zudem äußerte er sich zu Strom- und Gaspreisbremse und zum Thema Wasserstoff. Anschließend gab es viele Fragen. Die unterschiedlichen Netzentgelte waren ein Thema. Der Konflikt China mit Taiwan bildete den Abschuss der Diskussion; der Handel dürfe nicht gestört werden, sei doch Taiwan der weltgrößte Hersteller von elektronischen Chips.

Friedrich-Wilhelm Trottmann  3166

Wohne in Büsum und schreibe gerne über alles, was in Büsum geschieht. Werde scherzhaft Rasender Reporter wegen meiner vielen Fotos genannt.

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