Gedenken an Seemänner

Büsum Friedrich-Wilhelm Trottmann Dienstag, 1. März 2022



Vor 55 Jahren ereignete sich vor Helgoland eines der schwersten Unglücke in der Geschichte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Sieben Seeleute des Seenotkreuzers Adolph Bermpohl verloren am 23. Februar 1967 im Orkan ihr Leben.

Die Büsumer Seemänner Otto Schülke und Günter Kuchenbecker blieben in Ausübung ihrer ehrenwerten Aufgabe, das Leben anderer unter Einsatz des eigenen auf hoher See zu retten, auf See. Das gleiche Schicksal traf die beiden Helgoländer Vormänner Paul Denker und Hans-Jürgen Kratschke. Bei einer kleinen Gedenkfeier ließ Malte Fohrmann, amtierender Vorsitzender des Museumshafenvereins, nun die damaligen Ereignisse Revue passieren. Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje erinnerte daran, dass eine enge familiäre Bindung mit Otto Schülke bestanden habe. Der ehemalige Vorsitzende Klaus Hinz mahnte, dass die Fahrensleute beim Herausfahren mit ihrem Schiff den Respekt vor der See nicht außer Acht lassen sollten. Öffentlichkeitssprecher Friedrich-Wilhelm Trottmann dankte Ehrenvorsitzendem Dr. Martin Kreitz für die Bereitstellung des Gedenksteines und Platzierung am Museumshafen.

Nach einer Schweigeminute legten Lütje, Bürgervorsteher Gerd Gehrts und Fohrmann im Beisein mehrerer Vereinsmitgliedern Blumengebinde am Gedenkstein nieder. Das Schiff von Krabbenfischer Wolfgang Schülke, Sohn von Otto Schülke, liegt nur wenige Meter vom Gedenkstein entfernt. Für ihn sei es eine besondere Ehre, dass der Museumshafenverein den Stein an dieser Stelle aufgestellt hat. Ebenso liegt der historische Seenotrettungskreuzer G. Kuchenbecker gleich gegenüber im Museumshafen.

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Wohne in Büsum und schreibe gerne über alles, was in Büsum geschieht. Werde scherzhaft Rasender Reporter wegen meiner vielen Fotos genannt.

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