Schon wieder ein Umzug

Büsum Friedrich-Wilhelm Trottmann Mittwoch, 7. September 2022



Zur letzten Sitzung des Seniorenbeirates im Treff am Hafen waren viele Interessierte gekommen, hatte sich doch der Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje angesagt. Mit über 50 Personen war auch hier alles proppenvoll, doch dank der fleißigen Helfer bekamen alle eine Sitzgelegenheit.

Erfreut wurde zur Kenntnis genommen, dass der Vorsitzende Karl-Heinz Papenfuß neben dem Bürgermeister auch drei weitere Kommunalvertreter begrüßen konnte. Er merkte an, dieses sei leider die letzte reguläre Sitzung des Seniorenbeirates in diesen Räumen mit einem herrlichen Ambiente, welches sie am Monatsende verlassen müssen. Ständig mussten andere Tagungsräume gesucht werden. Zuerst tagte man in DRK-Seniorenheim, wechselte dann ins Sportcasino. Zu eng geworden fand man in der Wintersaison im Freizeit- und Informationszentrum „Watt’n Hus“ einen Ort. Ein Glücksfall bescherte dem Seniorenrat ein Gebäudekomplex in der Johannsenallee, wo ideale Zustände vorgefunden wurden, auch für einen Bürgertreff. Auch hier musste man weichen, denn der Abriss war schon vorher programmiert. Im Treff am Hafen geht es nun auch zu Ende.

Papenfuß fragte, wie geht es weiter, denn für den Bürgertreff müsse eine neue Heimat gefunden werden. Er übergab das Wort an den Bürgermeister, der vielleicht eine Wundertüte öffnen würde. Dieser zeigte Perspektiven für einen Bürgertreff auf. Ein großer Wurf sei noch nicht in trockenen Tüchern, er sei in Gesprächen bezüglich Anmietung von 250 m² ebenerdigen Räumen. Außerdem sei der Raumbedarf festzustellen, denn viele Gruppen und Verbände suchen eine neue Bleibe. Für den Bürgertreff stehe das Freizeit- und Informationszentrum „Watt’n Hus“ als Zwischenlösung weiterhin zur Verfügung. "Wir brauchen in Büsum einen Bürgertreff, andere Gemeinden seien schon viel weiter", betonte Lütje. Ob nun im neuen Verwaltungsgebäude, neben der Schule am Meer oder in der Offene Ganztagsschule (OGS) „Blinkfuer“, die schon jetzt aus den Nähten platzt. Hier kommen gesetzliche Neuerungen, die eine Erweiterung dringend notwendig machen. Auf jeden Fall wäre hier eine sehr gute Lösung für einen Bürgertreff. Andreas Redmann sprach die Anwesenheitsliste des Bürgertreffs im „Watt’n Hus“ und hier im Treff am Hafen an. 1110 Gäste hätten sich dort eingetragen, ein Beweis für die Notwendigkeit dieser Einrichtung.
Lütje stellte sich dann den vielfältigen Fragen der Anwesenden.

Die Ampel Neuer Weg/Bahnhofstraße solle akustisch aufgerüstet werden, doch hier sei  der Kreis zuständig. Der Raum Deichbude im EG des „Watt’n Hus“  für die Jugend stehe weiter zur Verfügung. Mehrfach wurde der schlechte Zustand der Bürgersteige angesprochen. Hierfür seien laut Lütje 600.000 Euro pro Jahr im Haushalt eingeplant, eine Besserung in Sicht. Papenfuß monierte, dass bei den beiden Neubauvorhaben Ecke Klaus-Groth-Str./Westerstr. keine abgesenkten Bordsteine geschaffen wurden. Ebenso die Ausfahrt Möwenweg und die Kreuzung Am Oland/Westerstr./Friedrichstraße bedürfe eines Umbaus.

Fehlende Sanitäranlagen wurden moniert wie beim Hundeplatz und der Hafeninsel. Dort würde das Museums am Meer vorübergehend bis zum Frühjahr geschlossen und im Gebäude auch die Meereswelten eingerichtet, die unter dem Schwimmbad 2019 weichen mussten. Man freue sich, dass eine Förderung von 660.000 Euro anstehe. Auch die Fahrradwege seien im Fokus wie die Verlängerung der K 71 über Schnappen hinaus bis zum nächsten Kreisel, hier sei besonderer Handlungsbedarf. Tempo 30 km/h in ganz Büsum regte eine Bürgerin an, doch Lütje entgegnete, der Kreis beharre auf 50 km/h.

Stolperfallen seien die neuen Abflussrinnen am Brunnenplatz, schon mehrere Stürze seien dort geschehen. Abhilfe sei schon in die Wege geleitet. Die zu dunkle Straßenbeleuchtung wurde angesprochen. Lütje bemerkte, die Lampen könnten einzeln angesteuert werden. Kathrin Nagel nahm die Gelegenheit wahr, sich hier vor vollem Haus als neue Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Büsum vorzustellen.

Friedrich-Wilhelm Trottmann  3163

Wohne in Büsum und schreibe gerne über alles, was in Büsum geschieht. Werde scherzhaft Rasender Reporter wegen meiner vielen Fotos genannt.

Alle Artikel von Friedrich-Wilhelm Trottmann