Zoff in der Vereinsfamilie

Büsum Karin Funke und Karl-Heinz Papenfuß Donnerstag, 25. November 2021



Die inzwischen 440 Mitglieder starke Familie der Nachbarschaftshilfe im Amt Büsum-Wesselburen ist nun endgültig und rechtswirksam auf der Welt. Vor Kurzem trafen sich 77 Mitglieder des im April 2019 gegründeten Vereins zur ersten ordentlichen Mitgliederversammlung im Watt‘n Hus.

Es war bedingt durch Corona und rechtliche Rahmenbedingungen eine „schwere Spätgeburt“. Mit großer Souveränität moderierte Beisitzer Werner Lucas die Sitzung. Vorsitzender Heinz Wilhelm Jungkuhn gab einen sehr ausführlichen Zweieinhalbjahresbericht, der viel Zeit in Anspruch nahm. Er berichtete unter anderem über die erfreulich positive Entwicklung, vergangene Aktivitäten und Veranstaltungen und gab einen Einblick in die Vorstandsarbeit. Unter anderem berichtete er, dass der Verein am 30. Juni endlich im Vereinsregister eingetragen wurde.

Auf einer Klausur im September setzte sich der Vorstand strategische Ziele für die nächsten zwei Jahre und entwickelte eine Vision. Der Slogan „gemeinsam – miteinander – füreinander“ soll künftig den Nachbarschaftshilfeverein kennzeichnen. In den nächsten zwei Jahren will der Verein die Mobilität im Amt sicherstellen, Begegnungsstätten schaffen und mit Leben füllen, neue Kooperationspartner und Mitglieder gewinnen und die Unterstützung der Menschen im Amt in der Gestaltung des täglichen Lebens stärken und erweitern. Dabei soll der - zugegebenermaßen unrealistische - Wunsch, als Verein überflüssig zu werden und sich durch eine selbstverständlich gewordene, mitmenschliche Nähe und Nächstenliebe zu ersetzen, nicht aus Augen verloren werden.

Einige Unstimmigkeiten beim Kassenbericht wurden anschließend ausgeräumt. Die fälligen Beiträge werden ab dem 1. Januar im Lastschriftverfahren eingezogen und müssen nicht mehr überwiesen werden. Wie zumeist bei einem „Familientreffen“ gab es auch einige wenige unzufriedene und misslaunige Gäste. Einer von ihnen sprach dem zweiten Vorsitzenden Karl-Heinz Papenfuß sein Misstrauen aus. Ein anderer bestand auf seinem Recht auf geheime Abstimmung bei der Wahl des Vorsitzenden, obwohl es keinen Gegenkandidaten gab. Das führte unnötig zu weiterem Zeitbedarf. Einem Teil der Mitglieder wurde das zu viel, sie verließen daraufhin die Versammlung.

Die verbliebenen Mitglieder bestätigten mit großer Mehrheit - 49 von 52 abgegebenen gültigen Stimmen - Heinz Wilhelm Jungkuhn als Vorsitzenden. In offener Abstimmung wurden Claus Schriever als Kassenwart und Werner Stuckmann als Beisitzer neu gewählt. Letzterer ersetzt Gründungsmitglied und Amtsvorsteher Wilhelm Hollmann, der aus zeitlichen Gründen sein Amt niederlegte und gebührend verabschiedet wurde. Der Verein wird nun von den drei Gewählten, zweitem Vorsitzenden Papenfuß, Schriftführerin Ruth Mengel und den Beisitzern Angelika Hansen und Werner Lucas geführt, die bei der nächsten Jahresversammlung zur Wahl stehen.

Das Schlusswort von Karl-Heinz Papenfuß fiel angesichts der fortgeschrittenen Zeit kurz und knapp aus. Er freute sich, dass nun endlich alle Mitglieder eingebunden sind und gratulierte dem Verein zur nun vollendeten „Geburt“. Er wünschte mit den Worten „Passen Sie gut auf sich auf“ einen sicheren Heimweg.