Bauen Wohnen

Das Alpenveilchen ist keine echte Zimmerpflanze

Zimmer-Alpenveilchen sind eigentlich nur noch ein Pflanzen-Tipp für die wenig benutzten Zimmer. Der Grund dafür ist unser Heizverhalten.

Neustadt/Weinstraße (dpa/tmn) - Viele Zimmerpflanzen stammen aus den Subtropen und Tropen. Denn für sie ist es ganzjährig im Wohnraum schön warm. Vielen anderen Pflanzen geht es auf Dauer aber weniger gut bei uns zu Hause - vor allem im Winter. Dazu gehören die Alpenveilchen.

Zwar waren sie mal sehr beliebte Zimmerpflanzen, etwa im 19. Jahrhundert. Aber damals hatten es die Pflanzen im wenig geheizten Zimmer auch noch kälter, so die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Die blühenden Alpenveilchen halten sich lange bei zehn bis 15 Grad.

Das Alpenveilchen steht am liebsten an kühlen Orten

Heute ist dies anders: Im beheizten Zimmer ist die Lebensdauer der Pflanzen meist kurz. Denn die großen Blätter verdunsten bei Zimmertemperatur sehr viel Wasser. Als Folge hängen sie schlapp herab.

Selbst wenn man den Wurzelballen mit Tauchbädern immer wieder versorgt, die Pflanze erholt sich nur kurzzeitig. Sie verliert nach und nach immer mehr Blätter. Außerdem besteht das Risiko eines Befalls mit Spinnmilben in der trocken-warmen Umgebung der beheizten Wohnung.

Die Lösung: Alpenveilchen sollten im ungeheizten Wintergarten, auf Fensterbänken in kühlen Treppenhäusern oder in wenig genutzten Gästezimmern stehen. Aber nicht im Wohnzimmer.

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