Beruf & Bildung

Unser tägliches Brot: Bäcker ist ein traditioneller Beruf

Mit über 300 Brotsorten lagen deutsche Bäcker auch 2018 an der Weltspitze. Doch außer Brot und Brötchen stellen Bäckerinnen und Bäcker auch Feinbackwaren aus Blätter-, Mürbe- oder Hefeteig her. Außerdem Dauerbackwaren wie Kekse und Zwieback, Partykleingebäck und natürlich Kuchen und Torten.

Zutaten wie Mehl, Milch, Eier, Hefe, Zucker und Gewürze für die Teige messen und wiegen sie nach Rezepten ab. Dann überwachen sie die Teigbildungs- und Gärungsvorgänge. Einige Zutaten sind besonders vorzubereiten. Früchte müssen gewaschen, Nüsse geröstet werden. Nach der Portionierung und Formung der Backwaren sind die Backöfen zu beschicken. Später verfeinern sie die Produkte durch Glasieren, Überziehen und Garnieren. Kleinere Traditionsbetriebe zeichnen sich häufig dadurch aus, dass sie keine Halbfabrikate und Backmischungen verwenden. Bei Allergieneigung sollte man vorab ärztlichen Rat einholen.

Die Arbeitszeit hängt stark vom Betrieb und der Arbeitsorganisation ab, beginnt aber zumeist zwischen 2 und 4 Uhr. Bäckerinnen und Bäcker arbeiten im Handwerk, aber auch in der Industrie. Einsatzorte sind Hallen, Backstuben und der Verkaufs- und Bewirtungsbereich. Drei Jahre dauert die Ausbildungszeit. Ausgebildet wird im dualen System: im Betrieb und in der Berufsschule. Dort werden neben Fachtheorie und praktischen Übungen auch allgemeinbildende Fächer unterrichtet. Die Innung organisiert überbetriebliche Lehrgänge.

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