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Blokada schützt Privatsphäre auf Androiden

Berlin (dpa/tmn) - Mit Blokada gibt es seit einiger Zeit eine vertrauenswürdige Open-Source-Anwendung für Android, die den Datenverkehr aller Apps kontrollieren und bei Bedarf blockieren kann. Und das ganz ohne Root-Rechte.

Blokada schützt nicht nur die Privatsphäre, sondern verkürzt mitunter Ladezeiten und spart Datenverkehr - also auch mobiles Datenvolumen, das ja bei den meisten Nutzern begrenzt ist.

Technisch fungiert Blokada lokal auf dem Gerät als sogenanntes virtuelles privates Kommunikationsnetz (VPN), durch das der Datenstrom geschleust wird. Dementsprechend taucht es als aktives VPN in den Android-Einstellungen auf. Ebenso wird auf dem Smartphone-Display ganz oben rechts ein kleines VPN-Symbol angezeigt.

Liste enthüllt Ausmaß des Trackings

Unter «Werbeblocker/Host-Log» lässt sich stets nachvollziehen, welche Verbindungen blockiert wurden und mit welchen Servern (Hosts) die Apps und Dienste auf dem Smartphone überhaupt kommuniziert haben; das sind oft überraschend viele. Eine Freitextsuche erleichtert die Recherche. Die Host-Log-Liste lässt sich jederzeit löschen.

Wer mit den umfangreichen Listen von Hosts, die blockiert werden, nicht zufrieden ist, kann auch selbst Server-Adressen zur Blacklist hinzufügen - oder Ausnahmen definieren. Und sollte es mit bestimmten Anwendungen Probleme geben, lassen sich diese in den Einstellungen unter dem Punkt «Apps» einfach von der Umleitung ausnehmen.

Blokada ist nicht im Play Store

In Googles Play Store ist Blokada nicht zu finden. Die App kann aber direkt von der Seite der Entwickler heruntergeladen und installiert werden. Alternativ lässt sich Blokada im F-Droid-Store laden. Zuvor muss dann aber die F-Droid-Store-App installiert werden. Egal, ob von der Entwickler-Seite oder aus dem F-Droid-Store: Die jeweilige Download-Quelle muss in den Einstellungen als vertrauenswürdig eingestuft werden.

Nicht zu verwechseln: Blokada bietet auch eine kostenpflichtige, «klassische» VPN-Funktion an, bei der der gesamte Datenverkehr tatsächlich über dritte Server geleitet wird - etwa um den eigenen Standort oder die eigene IP-Adresse zu verbergen.