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Ein Traum wird wahr: Wie wird man zum Fußballprofi?

Fußballprofi zu werden, ist der Traum junger Kicker. Im Rampenlicht zu stehen, Millionengehälter zu verdienen und das Reisen um die ganze Welt, das sind Ziele, für die es sich zu kämpfen lohnt. Keine Sportart bietet wie der Fußball auch in der Breite so hohe Verdienstmöglichkeiten. Bei keiner anderen Sportart ist das Medieninteresse so groß. Ein Fünftel aller Jungen in Deutschland ist Mitglied eines Fußballvereins. Fußball ist in Deutschland eine öffentliche Angelegenheit, bei der zu wichtigen Spielen schon einmal die Bundeskanzlerin in die Kabine kommt. 

Allerdings ist auch in keinem anderen Sport die Konkurrenzsituation so groß. Jeder Bundesligist führt ein Hochleistungszentrum und Tausende Talente haben denselben Traum und arbeiten hart, um ihn zu verwirklichen. Um sich in diesem Haifischbecken zu behaupten, sind besondere Fähigkeiten gefragt. Der Weg zum Erfolg ist auch eine Einstellungssache. 

Wir geben Tipps, die dabei helfen, die Spitze unter den Jahrgängen zu erreichen und sich trotz steigenden Druckes zu behaupten. 

Das persönliche Opfer

Bekanntlich gibt es den Leistungssport und den Breitensport. Wer Fußball eher als Hobby betreibt und ohne größere Ziele glücklich ist, lebt sogar gesünder, weil Sport in Maßen entspannt, während Sport auf Hochleistungsniveau das Gehirn unter Stress setzt und den Körper überfordert. Die langen Verletztenlisten eines jeden Starensembles überall auf der Welt sprechen eine deutliche Sprache. Wer also vom Leben als Nationalspieler träumt, sollte alles für sein Ziel geben und zum Verzicht bereit sein, auch wenn dies naturgemäß insbesondere Jugendlichen zuweilen schwerfällt.

Trainingsphasen und Regeneration

Die Redewendung: „Sport ist Mord“ gilt also nicht pauschal, hat aber in Bezug auf den Leistungssport einen wahren Kern. Das Profileben ist ein ständiger Drahtseilakt, einerseits seinen Körper zu fordern, andererseits ihn aber nicht zu überfordern, möchte man nicht frühzeitig seine Träume von der großen Karriere als Frühinvalide begraben. Die Balance einzuhalten, das ist nicht nur eine Frage der Trainingsintensität, sondern auch eine Frage der Regeneration. 

Die Regeneration ist die andere Seite der Medaille. In ihr geht es darum, sich vom Training zu erholen und den Körper die Trainingseffekte verwerten zu lassen. Die Einheiten im Training dürfen, ja sollten durchaus intensiv sein. Wichtig ist nur, dass dem Körper zwischendurch ausreichend Zeit für die Regeneration gelassen wird. Ist dies nicht der Fall, ist das Training weniger effektiv und das Verletzungsrisiko steigt rapide an.

Ob Nike Tiempo, Phantom oder Adidas Predator, auch die richtige Ausrüstung spielt eine nicht unwesentliche Rolle, um das Verletzungsrisiko gering zu halten. In gute Fußballschuhe, Stutzen und Co. sollte investiert werden. 

Mit Druck umgehen 

An der Spitze wird die Luft dünner, das ist in jedem Bereich der Fall. Je weiter man sich im Fußball vorarbeitet, desto größer werden die Erwartungen und desto mehr wird von den Spielern verlangt. Der Druck steigt also an und es ist wichtig, mit ihm umgehen zu können und ihn produktiv zu nutzen. Die Kritik vom Trainer ist manchmal hart, kann aber auch ein Zeichen sein, dass der Trainer das eigene Potenzial erkennt und sich deshalb so viel Mühe gibt. 

Selbstvertrauen, Optimismus und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten sollten auch in schwierigen Phasen bewahrt werden, um an dem Druck nicht zu zerbrechen. Angst hingegen lähmt und setzt den Körper unter Stress. Gute Vereine haben heute einen Mentalcoach, der mit den Spielern arbeitet, damit es gar nicht erst zu einer Angst kommt. 

Spielintelligenz beim Fußball 

Fußball erfordert ein hohes Maß an Körperbeherrschung, er ist aber auch eine Disziplin, die hohe geistige Fähigkeiten beansprucht. Um im hektischen Spielgeschehen bei 22 Akteuren und einem Spielfeld, das größer ist als bei anderen Ballsportarten, immer auf der Höhe zu sein, ist ständiges Mitdenken gefragt. 

Für Felix Magath haben Fußball und Schach viele Gemeinsamkeiten und er hat diese Parallelen bereits in einem Modell erläutert. Jeder Profispieler verfügt über ein ganzes Arsenal an taktischen Spielzügen, die im richtigen Moment abgerufen werden müssen. Spielintelligenz und Intuition entwickeln sich erst durch hartes Training und Erfahrungen im Spiel. Auch im Kopf muss der Fußballprofi fit sein, an seinen mentalen und geistigen Fähigkeiten ist ebenfalls zu arbeiten. 

Das Alleinstellungsmerkmal 

Obwohl Fußball eine Mannschaftssportart ist, hat jeder Fußballer individuelle Fähigkeiten, die er für die Mannschaft einbringt – und er hat einen Marktwert. Sich ein Alleinstellungsmerkmal zu erarbeiten wie Christiano Ronaldo mit seinem „Ronaldo Chop“, steigert den Marktwert, hilft bei der Generierung von Aufmerksamkeit und macht die Mannschaft unberechenbarer.

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