Familie & Freunde

Eingeladen zur Traumhochzeit: Wie verhält man sich als Hochzeitsgast?

Eine Hochzeit ist für zwei Menschen einer der wichtigsten Tage ihres Lebens. Monate im Voraus wird sie bereits geplant und in allen Einzelheiten vorbereitet, sodass schließlich alles stimmt. Die Hochzeitsgäste können sich eigentlich entspannen. Ihre Rolle besteht vor allem darin, mit dem Hochzeitspaar den großen Tag angemessen zu feiern und an ihrem Glück teilzuhaben. Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen offiziellen Anlass, an dem es das eine oder andere Fettnäpfchen gibt, das man besser vermeiden sollte. Aus diesem Grund ist es hilfreich, wenn Hochzeitsgäste vorab wissen, welche Benimmregeln gelten – und was man tunlichst lassen sollte.

Das perfekte Outfit: Dezent, aber edel

Wenn Hochzeitsgäste ihr Outfit auswählen, sollten sie sich bewusst machen, welche Rolle sie bei der Feier innehaben. Das Gelingen der Hochzeit hängt nicht zum unerheblichen Teil von den Gästen ab: Sie haben einen großen Einfluss auf die Stimmung des Abends. Sowohl im Verhalten als auch in Bezug auf das Outfit gilt: Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das Brautpaar. Ein allzu starkes Geltungsbedürfnis sollte also für diesen Tag zumindest hintenangestellt werden. Dies bezieht sich auch auf das Outfit. So verbietet sich beispielsweise für Frauen die Farbe Weiß – diese ist der Braut allein vorbehalten. Ebenso wenig angebracht ist ein allzu kurzes oder tief ausgeschnittenes Kleid. Bei kirchlichen Hochzeiten sind außerdem Schultern und Knie zu bedecken. Allzu flippige Farben und bunte Muster gilt es eher zu vermeiden. Bei warmen Temperaturen sind Cocktailkleider eine gute Wahl, im Winter eher knöchellange Abendkleider. Optimalerweise wählen Sie ein Kleid aus, das in einer neutralen Farbe gehalten ist und eine eher dezente Wirkung hat. Gleichzeitig sollten die Gäste sich nicht zu sehr im Hintergrund halten – schlimmstenfalls kommt dann nämlich gar keine Stimmung auf. Wie bei so vielen Dingen im Leben gibt es auch hier eine goldene Mitte. Häufig ist es so, dass die Hochzeit unter einem bestimmten Motto gefeiert wird. Das macht die Wahl des Outfits deutlich einfacher, weil Gäste sich vom Motto inspirieren lassen können. In diesem Fall gilt es, den eigenen Stil zu wahren und gleichzeitig optisch nicht zu sehr aus der Reihe zu fallen.

Was soll ich schenken?

Es gibt einige glückliche Menschen, die einfach zielgerichtet immer die perfekte Geschenkidee parat haben. Die meisten von uns sind jedoch weniger begnadet in dieser Disziplin und zerbrechen sich bei jedem Anlass erneut den Kopf. Ein so bedeutsames Event wie eine Hochzeit macht es nicht unbedingt leichter. Das Geschenk soll angemessen sein, kreativ, innovativ und auch noch den genau richtigen Wert besitzen – gar nicht so einfach! In früheren Generationen ist das Brautpaar oft erst nach der Hochzeit in einen gemeinsamen Hausstand gezogen. Daher gehörte es zum guten Ton, Haushaltsgegenstände und Dinge des täglichen Bedarfs zu schenken. Heutzutage ist das allerdings anders. Häufig lebt das Paar bereits länger zusammen, manchmal gibt es sogar schon gemeinsame Kinder. Praktische Geschenkideen sind meistens eine gute Lösung. Im Falle der Hochzeit sollte jedoch vorab geklärt werden, ob das Brautpaar diese überhaupt benötigt. Möglicherweise gibt es eine Wunschliste, an der man sich dabei orientieren kann. Nachhaltigkeit spielt eine zunehmende Rolle in der Gesellschaft – Geschenke, die niemand braucht, sind alles andere als nachhaltig. Oft werden Gäste schon mit der Einladung bereits darauf hingewiesen, dass bevorzugt Geldgeschenke angenommen werden. Dieser Wunsch sollte respektiert werden. Das Geld wird dann später dafür verwendet, um beispielsweise die Flitterwochen zu bezahlen. Wie viel Geld angemessen ist hängt vor allem davon ab, wie nah Sie dem Brautpaar stehen. Außerdem schließen Geldgeschenke es nicht aus, dass Sie Ihrer Kreativität bei der Gestaltung freien Lauf lassen.

Die Hochzeitsfeier

Die meisten Hochzeiten bestehen aus einem offiziellen und einem inoffiziellen Teil. Ist die standesamtliche oder kirchliche Trauung vorbei, zieht die Festgemeinschaft meist an einen anderen Ort um, an dem ausgiebig gefeiert wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie dabei vollkommen über die Stränge schlagen sollten! Auch hier gibt es Benimmregeln, um den Abend angemessen ausklingen zu lassen. Für ein Brautpaar gibt es kaum etwas Schlimmeres, als wenn nach Monaten der Vorbereitung die Gäste gelangweilt auf Ihren Stühlen sitzen. Versuchen Sie, Spaß zu haben! Unterhalten Sie sich mit den anderen Gästen, schwingen Sie das Tanzbein und stoßen Sie an. Es ist vollkommen in Ordnung, beim Sektempfang mehr als ein Glas zu trinken, sofern Sie Ihre Grenzen kennen. Eine Hochzeit ist jedoch keine Studentenparty, bei der man sich hemmungslos betrinken sollte.

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