Freizeit & Touristik

Das waren die Sommerspiele in Tokio

Seit dem gestrigen Sonntag sind die insgesamt 32. Olympische Sommerspiele der Neuzeit beendet. Am 23. Juli begann die diesjährige Olympiade mit über 11000 Athleten aus 208 Ländern. Einige Überraschungen und spannende Geschichten wurden auch während dieser Sommerspiele geschrieben, doch dazu im Detail später mehr. Zuerst lohnt ein Blick auf den Medaillenspiegel, bei dem die Athleten der USA dominieren. 39-mal Gold, 41 Silbermedaillen und 33-mal Bronze stehen für sie als Ergebnis fest. Dicht darauf folgt die Volksrepublik China, die 38 goldene Auszeichnungen vorzuweisen hat. Gastgeber Japan steht mit seinen Ergebnissen auf Rang drei. Vor den Spielen sahen Wettanbieter mit deutscher Lizenz die USA, China, Japan und Großbritannien als die wahrscheinlichsten Anführer des Medaillenspiegels: eine Prognose, die sich als durchaus präzise bewiesen hat, nur das von den britischen Athleten mehr Edelmetall erwartet wurde. Für Deutschland waren die Spiele keine Enttäuschung und mit 37 Medaillen, davon zehnmal Gold, elfmal Silber und sechzehnmal Bronze landen die deutschen Athleten auf dem insgesamten neunten Platz der Wertung.

Medaillenausbeute der deutschen Olympioniken 

Die Goldmedaillen der Deutschen gingen an Malaika Mihambo, welche exakt sieben Meter beim Weitsprung erreichte. Ricarda Funk sorgte in ihrem Einer Kajak beim Kanuslalom der Frauen für die nächste goldene Ehrung. Ebenfalls im Kajak, hier allerdings im Vierer und über 500 Meter Sprint, erzielte die deutsche Herrenmannschaft den ersten Platz. Beim Bahnradrennen über 4000 Meter in der Mannschaftsverfolgung der Frauen holte das deutsche Team Gold, die Silbermedaille ging an die Damen aus Großbritannien. Eine weitere Mannschaftmedaille in Gold geht an das Team im Dressurreiten, bei der sich die deutschen Damen deutlich an der Spitze behaupten konnten. Nochmals zwei goldene Abzeichen gingen im Reitsport an Jessica von Bredow-Werndl, die vor Isabelle Werth den Einzelwettbewerb im Dressurreiten gewinnen konnte und Julia Krajewski, die das Einzel im Vielseitigkeitsturnier anführte. Außerdem holte Aline Ritter-Focken den Sieg beim Freistil Schwergewichtsringen der Damen. Florian Wellbrock gewann das Freiwasserschwimmen über zehn Kilometer der Herren vor den Athleten aus Ungarn und Italien. Im Einzeltennis der Herren gewann Alexander Zverev souverän das Finale in Tokio und kürte sich damit zum ersten deutschen Olympiasieger dieser Disziplin. Im Endspiel schlug er Karen Chatschanow, der für das Russische Olympische Komitee antrat und etwas überraschend ins Finale einziehen konnte.

Die Silbermedaillen der Deutschen wurden wie folgt verteilt:

  • Eduard Trippel im Judo Mittelgewicht der Männer
  • Deutschland über 1000 Meter im Zweier-Kajak der Herren 
  • Lukas Dauser im Turnen am Barren der Männer 
  • Kristin Pudenz im Diskuswurf der Frauen 
  • Jonathan Hilbert über 50 Kilometer Gehen 
  • Teamsprint Frauen im Bahnradrennen 
  • Isabelle Werth im Dressur Einzel der Damen 
  • Deutsche Herren im Leichten Doppelzweier beim Rudern 
  • Deutschen Herren beim Rudern im Achter
  • Deutsche Damen im 49erFX beim Segeln 
  • Tischtennis Mannschaftswettbewerb der Männer 

Besonders beim Tischtennis präsentierten sich die deutschen Herren sehr gut, konnten aber gegen ein schier übermächtiges chinesisches Duo nicht viel ausrichten.

Die Bronzemedaillen:

  • Mannschafts-Bogenschießen der Frauen 
  • Judo im Mixed-Team 
  • Anna-Maria Wagner im Judo Halbschwergewicht der Frauen 
  • 1000 Meter im Canadier-Zweier der Männer 
  • Hannes Aigner im Einzel-Kajak Slalom der Männer 
  • Sideris Tasiadis im Einer-Canadier der Männer 
  • Andrea Herzog im Einer-Canadier der Frauen 
  • Frank Stäbler im Griechisch-Römischen Ringen im Leichtgewicht der Männer 
  • Denis Maksymilian Kudla im Griechisch-Römischen Ringen im Mittelgewicht Männer 
  • Florian Wellbrock im 1500 Meter Freistilschwimmen der Männer 
  • Sarah Kohler im 1500 Meter Freistilschwimmen der Frauen 
  • Deutsches gemischtes Team beim Segeln Nacra 17 im Katamaran 
  • Herrenmannschaft im 49er Segeln der Männer 
  • Dimitrij Ovtcharov im Tischtennis Einzel der Männer 
  • Synchronspringen 3m der Frauen und Männer

Highlights der Spiele 

Im Basketball konnte sich das Team der USA nach einem holprigen Start im Finale gegen Frankreich behaupten. Überragender Mann auf dem Platz war NBA-Superstar Kevin Durant, der mit seiner Mannschaft die insgesamt sechzehnte Goldmedaille im Basketball holte. Das deutsche Team musste sich im Viertelfinale gegen Slowenien geschlagen geben, die schlussendlich den vierten Platz belegten. Auch beim Fußball war die deutsche Mannschaft als Zweitplatzierte von Rio 2016 hinter den Erwartungen geblieben. Für sie war das Turnier bereits in der Vorrunde beendet. Gold holte Titelverteidiger Brasilien gegen Spanien. Besondere Aufmerksamkeit bekamen die Leichtathleten in diesem Jahr, wo etliche Rekorde gebrochen wurden. Lamont Marcell Jacobs stellte beim 100 Meter Sprint mit 9,8 Sekunden einen neuen Europarekord auf und sicherte sich damit Gold. In derselben Disziplin der Damen belegte Jamaika die ersten drei Plätze, während Siegerin Elaine Thompson-Herah einen neuen Olympiarekord von 10,61 Sekunden lief – auch über 200 Meter gewann sie Gold. Im Sprint über 400 Meter erreichten sowohl bei den Damen als auch bei den Herren Athleten von den Bahamas den ersten Rang. 

Superstar Sidney McLaughlin gewann über 400 Meter Hürden Gold und brach gleichzeitig mit 51,46 Sekunden den Welt- und Olympiarekord der Disziplin. Die Kenianerin Faith Chepngetich Kipyegon stellte außerdem einen neuen Olympiarekord über 1500 Meter auf. Im Dreisprung der Damen brach Yulimar Rojas aus Venezuela mit 15,67 Metern den Weltrekord. Der Norweger Karsten Warholm pulverisierte sämtliche Bestzeiten über 400 Meter Hürden und lief mit 45,94 Sekunden eine sensationelle Zeit. 

Kugelstoßer Ryan Crouser aus den USA kam auf ein Ergebnis von 23,3 Metern und brach damit den Olympiarekord. Auch im Zehnkampf wurde ein neuer olympischer Bestwert erreicht, wobei der Kanadier Damian Warner auf 9018 Punkte kam. 

Weniger positiv lief es für Annika Schleu im modernen Fünfkampf. Sie lag bereits auf Goldkurs, als ihr Pferd beim Springreiten jegliche Kommandos verweigerte. Schon zuvor hatte eine andere Athletin Probleme - das Pferd wurde aber aufgrund der Regeln nicht ausgetauscht. Unter Tränen konnte Schleu das Debakel nicht mehr abwenden und landete schlussendlich auf Platz 31. In der neuen olympischen Disziplin des Skateboardens, gewann die erst 13-jährige Japanerin Momiji Nishiya vor der gleichaltrigen Brasilianerin Rayssa Leal Gold und sorgte für großartige Bilder und emotionale Momente in Tokio. 

Es waren dementsprechend fesselnde und spektakuläre sportlich Darbietungen bei den Olympischen Spielen in Tokio, die wie erwartet vollgepackt waren mit Emotionen. Bereits in wenigen Monatne beginnt in Peking die 24. Ausgabe der Olympischen Winterspiele. Anfang Februar geht es los und auch für 34 deutsche Athleten heißt es dann wieder kämpfen, um Edelmetall zu gewinnen.

© Boyens Medien - Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.