Freizeit & Touristik

Regulierung von Online-Casinos: Was gilt jetzt ab 2021?

Das Jahr hat nicht mehr allzu viele Tage und mit 2021 sollte die Regulierung der Online-Casinos starten. Doch während Anfang des Jahres noch viel um Sportwetten und Online-Angebote gesprochen wurde, so wurde es kurz darauf still. Findet die Regulierung nun statt oder ist sie verschoben worden? Drängt die Zeit überhaupt oder ist der Januar gar nicht von Interesse? Dieser Artikel geht dem Thema auf die Spur. 

Regulierung 2021: So ist der Stand 

Allzu dringend ist dieses Thema allgemein noch nicht. Die Regulierung befasst sich konkret mit der nächsten Auflage des Glücksspielstaatsvertrags. Dieser läuft zu Ende Juni aus, was natürlich bedeutet, dass die fertige Fassung des neuen Vertrags zu diesem Augenblick präsent sein muss. Der Stand von heute: 

- Regelung – die Regelungen stehen zum größten Teil. Der Entwurf wurde der EU-Kommission am 18. Mai bereits eingereicht. Aktuell darf dieser Entwurf nicht mehr bearbeitet werden, da während der Arbeit der EU-Kommission eine Stillhaltefrist gilt. 

- Übergangsfrist - unabhängig von der Prüfung durch die EU-Kommission wurde nun eine Übergangsfrist bis zum neuen Glücksspielstaatsvertrag beschlossen. Diese erlaubt es Casinos und Sportwettenanbietern, die Ende September schon die neuen Regelungen und Auflagen umgesetzt haben, bis zum Glücksspielstaatsvertrag auf legalem Grund und Boden auch in Deutschland zu agieren. Diese genehmigten Anbieter sind überwiegend die, die ohnehin schon den Lizenzantrag in der Schublade hatten oder die sich bereits in Schleswig-Holstein beworben hatten. 

Grundsätzlich wird momentan sehr wenig über die Geschehnisse rund um die Neuregulierung berichtet. 

Gibt es noch Abstimmungsbedarf? Vermutlich. Nach der Prüfung durch die EU ist der Glücksspielstaatsvertrag noch keine vollends beschlossene Sache. Er muss durch alle sechzehn Landesparlamente und von diesen genehmigt werden. Jedoch stehen die Zeichen der Politik in Richtung relativer Einigung, denn immerhin konnten sich die Bundesländer auch auf die Übergangsregelung einigen. Dies betrifft jedoch nur inhaltliche Punkte. Das Problem könnte sich eher auf Seiten der Umsetzung ergeben: 

- Glücksspielbehörde - sie wird neu geschaffen und sitzt in Sachsen-Anhalt. Die Frage ist, welche Aufgaben sie alles übernimmt. Bislang sind Lizenzierung und Kontrolle fixe Bestandteile. Ob die Behörde auch das monatliche Maximallimit überwacht, ist nicht klar. 

- Limits – Spieler dürfen fortan nur noch 1.000 Euro im Monat einsetzen. Abschließend wurde noch nicht geklärt, wie sich dieser Betrag zusammensetzt: Gilt er für ein einzelnes Casino oder für alle Angebote zusammen? Wenn die Einzahlungen in mehreren Casinos und auch bei Sportwettenanbietern gezählt werden: Wie findet die Nachverfolgung statt? Im Gespräch war ein Hauptspieleraccount, dem alle Spielaccounts des Spielers zugeordnet werden. 

- Spielerschutz – Kritikern gehen die Regelungen rund um den Spielerschutz nicht weit genug. An diesem Punkt melden sich auch die regulären Casinos und Spielbanken, die weiterhin massiv eingeschränkt bleiben. So darf eine Spielhalle nicht näher als, je nach Bundesland, 150 – 500 Metern zu Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen errichtet werden. Für Online-Angebote gibt es diese Regelung nicht, es wäre also möglich, auf dem Spielplatz zu zocken, während die Spielhalle schließen muss. Rund um das Online-Casino sind die Regelungen, die wirklich das Spiel betreffen, relativ fix. Problematischer ist es bei den Sportwetten, denn hier wird weiterhin überlegt, inwieweit die Live-Wetten eingeschränkt oder gar verboten werden sollen. Das sorgt für Diskussionsstoff, denn eine Einschränkung oder ein Verbot würde bedeuten, dass Wettfreunde erneut zu illegalen Angeboten getrieben werden würden. Genau dies soll schließlich durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag verhindert werden. 

Was sollten Spieler generell beachten? 

Die Interessen von Gamblern und Politikern unterscheiden sich meist so deutlich, wie die Auffassung des gefoulten Stürmers und des Schiedsrichters hinsichtlich des Elfmeters. Sicherlich sind auch die rechtlichen Hintergründe wichtig, doch dürfte die Frage, wo man gut, mit Freude und sicher spielen kann, bei den meisten Spielern im Vordergrund stehen. Aber wie findet man die besten Online Casinos? Dieses Portal zeigt einige Kriterien, die man in Betracht ziehen sollte. Dazu gehören: 

- Lizenz – aktuell gilt die maltesische Lizenz. Hat das Casino schon eine Lizenz für Schleswig-Holstein, wird es wohl auch ein gesamtdeutsches Exemplar enthalten. Fakt ist, jedes Casino mit einer Lizenz unterliegt einer behördlichen Aufsicht und agiert im Rahmen der Lizenz legal. 

- Spielangebot – das ist das wichtigste Argument rund ums Casino. Spieler sollten sich das Angebot genau anschauen und es anhand ihrer Vorlieben abwägen. Wer liebend gerne im Live-Bereich am Tisch zocken möchte, der hat andere Ansprüche als diejenigen, die lieber am Automaten spielen. 

- Auszahlungsquote – sie variiert ganz natürlich von Spiel zu Spiel. Dennoch sollte sie sich immer deutlich im höheren 90-Prozentbereich bewegen. Gute Casinos zeigen die RTP-Quote bei Automatengames und anderen Spielen gut sichtbar an. 

- Zahlungsmodalitäten – Einzahlungen sind bei Casinos immer einfach. Hier stehen diverse Optionen zur Verfügung, die bei der bloßen Überweisung beginnen und bei Online-Zahlungsanbietern enden. Doch wie können Gewinne ausgezahlt werden? Spieler sollten sich schon vor der Anmeldung mit den möglichen Auszahlungswegen befassen. Und: Wird bei bestimmten Wegen eine zusätzliche Gebühr berechnet? 

- Boni – jedes Casino bietet Spielern verschiedene Boni an. Für die erste Anmeldung gibt es den Willkommensbonus. Grundsätzlich sollten die Bedingungen für den Erhalt des Boni klar sichtbar eingeblendet werden. Dass die Bedingungen erfüllbar sein sollten, ist natürlich auch wichtig. 

Die heutigen Online-Casinos sind auf Spieler aller Art eingestellt. So erlauben sie es auch, von unterschiedlichen Geräten aus genutzt zu werden. Jedoch bietet nicht jedes Casino den vollen Spielumfang für jeden Zugang. Die mobile Version kann mitunter weniger Spiele enthalten als die Desktopvariante. Gambler sollten also vorab auf ihrem bevorzugten Gerät prüfen, ob sie überhaupt ihre Lieblingsspiele zocken können. 

Fazit – die Regulierung kommt 

Der neue Glücksspielstaatsvertrag wird zum 01. Juli 2021 kommen. Die Regulierungen sind bekannt, einzig die Umsetzung hakt noch an manchen Stellen. Aktuell gilt ohnehin die Übergangsfrist, die es Online-Anbietern schon erlaubt, legal in Deutschland zu agieren, obgleich noch kein fixes Gesetz vorliegt. Spieler können also jetzt schon bei den künftig in Deutschland lizenzierten Anbietern spielen, wenn sie es wünschen.

Bildquelle: @ Hello I'm Nik / Unsplash.com