Geld Recht

Kontoauszüge nach verdächtigen Posten durchsehen

Mainz (dpa/tmn) - Es kommt immer wieder vor: Auf dem Kontoauszug tauchen unerklärliche Abbuchungen der Kreditkarte auf. Häufig gehen solche Geschäftsvorfälle auf betrügerische Machenschaften zurück, erklärt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Nicht selten wurden die Betroffenen Opfer sogenannter Phishing-Mails.

Dabei fordern Betrüger ihre Opfer mit gefälschten E-Mails auf, einen Link in der Nachricht anzuklicken und dann auf einem Formular bestimmte Daten einzutragen. Abgefragt werden die notwendigen Bank- oder Kreditkartendaten, die dann für Betrugszwecke eingesetzt werden.

Wichtig deshalb: Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren. Unberechtigte Abbuchungen lassen sich bis acht Wochen ab Belastung noch zurückrufen. Und: Bei E-Mails nicht achtlos auf Links klicken. Viele Phishings-Mails sehen aus, als wären sie von einer Bank verschickt worden. Empfänger können beim Absender nachfragen, ob die E-Mail wirklich von ihm stammt.

Gut zu wissen: Bislang konnten Betrüger allein mit Kenntnis der Karten- und Prüfnummer sowie des Ablaufdatums einer Kreditkarte im Internet bezahlen. Seit dem 15. Februar gilt aber für Zahlungen mit der Kreditkarte ab 150 Euro die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das heißt, Zahlungen müssen mit zwei voneinander unabhängigen Faktoren freigegeben werden - also zum Beispiel der Kreditkarte und einer zusätzlichen Transaktionsnummer (TAN).

Ab Mitte März gilt das Verfahren für alle Zahlungen mit der Kreditkarte. Banken, Sparkassen und Händler müssen dafür sorgen, dass die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen entsprechend umgesetzt sind. Gelingt es einem Betrüger dennoch mit gestohlenen Kreditkartendaten zu bezahlen, müssen die Kreditinstitute oder die Händler für die Schäden aufkommen.

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