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Der Start in die Selbständigkeit: 5 Tipps für Ihre erste Wohnung

Ob zu Beginn des Studiums oder nach Abschluss der Ausbildung – irgendwann sollte jeder Jugendliche in seine erste Wohnung einziehen. Neben mehr Freiheit bringt das neue Zuhause auch einige Herausforderungen mit sich. So kommen Sie einfach und sicher in die eigenen vier Wände – wir finden es heraus!

1: Den Mietvertrag für die erste Wohnung genau prüfen

Haben Sie eine Bestätigung für Ihre erste Wohnung erhalten? Herzliche Glückwünsche! Auch wenn die Aufregung im Moment definitiv groß ist, sollten Sie nicht vergessen, den Mietvertrag vor der Unterzeichnung zu überprüfen. Folgende Punkte sind besonders wichtig:

  • Sind Miete, Nebenkosten und Kautionen so hoch wie zuvor besprochen? 
  • Ist der Wohnraum richtig ausgewiesen? 
  • Planen sie Staffel- oder Indexmieten? 
  • Gibt es eine Mindestmietdauer (bis zu vier Jahre zulässig) oder ist der Mietvertrag befristet? 
  • Enthält der Mietvertrag wichtige Bestimmungen wie Kündigungsfristen oder Betriebskosten? 
  • Sind zusätzliche Komponenten und Räume (zB voll ausgestattete Küche oder Keller) im Mietvertrag aufgeführt und in betriebsbereitem Zustand? 
  • Werden auch alle im Mietvertrag aufgeführten Personen einziehen? Das ist besonders wichtig für Wohngemeinschaften 
  • Kleinere Reparaturbedingungen und Schönheitsbegriffe?

Hinweis: Sie müssen den Mietvertrag natürlich sorgfältig lesen. Aber keine Sorge: Wenn ein Vertrag Klauseln enthält, die von einem Gericht oder Gesetzgeber für nichtig erklärt wurden, sind diese Klauseln unwirksam – selbst wenn Sie den Vertrag unterzeichnet haben. Bei Unsicherheiten wenden Sie sich am besten an den Mieterverein.

2: Der Vermieter benötigt diese Informationen

Für Vermieter ist es wichtig, dass Sie Ihre Miete pünktlich und vor allem regelmäßig zahlen können. Daher verlangen viele Vermieter einen Arbeits- und Einkommensnachweis. Die meisten Vermieter akzeptieren Mietgarantien von Eltern oder Verwandten, wenn das eigene Einkommen nicht ausreicht. Gleiches gilt für die Kaution: In der Regel können Sie die Kautionsbürgschaft der Eltern hinterlegen, anstatt den Betrag auf ein Mietkautionskonto einzuzahlen.

3: Finanzierung Ihrer ersten Wohnung

Die eigene erste Wohnung bringt nicht nur mehr Freiheit und Unabhängigkeit, sie ist auch kostenintesiv. Bevor Sie Ihre erste Wohnung beziehen, sollten Sie sich daher auch mit finanziellen Fragen befassen. Die einmalige Gebühr beinhaltet:

  • Umzugs- und Renovierungskosten. Will man beispielsweise nach Zürich umziehen, dann sind andere Kosten einzuplanen, als nach Norddeutschland.
  • Mietkaution: Dies sind in der Regel drei Nettomieten, die in drei Raten gezahlt werden können. Oder stellen Sie Mietkautionsgarantien bereit. 
  • Möblierung der Wohnung: Für Ihre erste Wohnung müssen in der Regel alle Grundausstattungen angeschafft werden. 
  • Gebühren für die Ummeldung beim Standesamt und bei Telefon-/Strom- und TV-Anbietern. Nach dem Einzug in die erste Wohnung belasten die Betriebskosten das Familienbudget stark. Darin enthalten sind zum einen die Kosten für Miete, Kühlmiete zuzüglich Nebenkosten (Wasser, Heizung, Müllentsorgung und Hausreinigung) und zum anderen Strom, Internet und Versicherung. Um sich nicht zu verirren, ist es am besten, ein Budget zu haben. Listen Sie Ihre Einnahmen und Fixkosten detailliert auf. Dann können Sie sehen, wie viel Geld Sie für Lebensmittel, Kleidung oder den gelegentlichen Film übrig haben.

4: DSL, Stromanbieter.

Wenn Sie Ihre erste Wohnung beziehen, müssen Sie sich in der Regel mit Internet- und Telefonverträgen auseinandersetzen. Um hier nicht zu viel Geld auszugeben, empfiehlt es sich, zuerst Ihr Telefon- und Online-Verhalten zu überprüfen. Wenn Sie nur gelegentlich für die Universität recherchieren, Ihre E-Mails und Facebook checken und gelegentlich Ihre Familie anrufen, empfehle ich Ihnen, das 16-Mbit/s-Monatspaket zu wählen. Gehen Sie oft online oder spielen Sie Online-Spiele? Dann ist ein VDSL-Anschluss mit 50 Mbit/s im Download definitiv die bessere Wahl. Anhand dieser Eckdaten sollten Sie nun verschiedene Anbieter vergleichen. Dies geht am einfachsten mit Hilfe eines Online-Vergleichsportals. So können Sie auch die Verfügbarkeit an Ihrem Wohnort prüfen – denn nicht jeder Anbieter ist überall verfügbar. 

Ein weiterer Punkt auf der To-Do-Liste für die erste Wohnung ist ein Stromvertrag. Ohne eigenen Vertrag bekommt man eine sogenannte Grundversorgung – und die ist meist nicht unbedingt die günstigste. Auch hier empfiehlt es sich, verschiedene Stromrechnungen zu vergleichen. Dabei schauen Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf weitere Konditionen wie Mindestvertragslaufzeit, Kündigungsfrist oder Nachfrist. Einen Gasvertrag sollten Sie auch dann haben, wenn die erste Wohnung über einen Gasanschluss oder eine Gasheizung verfügt. Gleiches gilt: Wenn Sie sich nicht für einen bestimmten Lieferanten entscheiden, kommt ein Grundversorgungsvertrag zustande. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, im Winter in einem unbeheizten Raum zu sitzen.

5: Gute Sicherheit

Personen, die bisher im Hotel Mama übernachtet haben, sind in der Regel auch über ihre Eltern versichert. Dies kann sich mit dem Einzug in Ihre erste Wohnung ändern. Damit Sie jederzeit sicher sind, sollten Sie unbedingt eine Privathaftpflichtversicherung abschließen. Diese deckt alle Schäden ab, die Sie anderen zufügen – sei es Personen-, Sach- oder Vermögensschäden. Wenn zum Beispiel ein Nachbar beim Umzug über Ihre Kiste stolpert oder Ihre Waschmaschine ausläuft und Wasser in Ihrer Erdgeschosswohnung verursacht, ist eine Privathaftpflichtversicherung eine echte Wohltat. Auch eine Hausratversicherung kann sinnvoll sein. Diese Versicherung deckt Schäden an Möbeln, Geräten, Kleidung usw., die durch fließendes Wasser, Feuer, Einbruch, Raub oder Sturm verursacht werden. Auch Fahrräder sind in der Regel versichert – allerdings gilt eine Versicherung nur, wenn sich das Fahrrad in einem geschlossenen Raum befindet und dort beschädigt oder gestohlen wird. Solange der Hausrat noch überschaubar ist und wenig oder keine Wertsachen enthält, können Sie auf diese Versicherung verzichten.

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