Heim & Garten

Förderungen für den Hausbau 2022

Das Bauen hat immer Saison, Mit neuen Technologien und Materialien ist Bauen inzwischen ganzjährig möglich. Die KfW Bank hat Förderprogramme für den Hausbau. Auch im kommenden Jahr wird es wieder viele Zuschüsse geben. Die besten Chancen haben Energiesparhäuser, mit extrem niedrigem Energieverbrauch (weniger als 55 %), Heizungen mit erneuerbaren Energien oder hybride Systeme. Familien werden ebenfalls besonders stark gefördert.

Notwendigkeit des Bauens

Die Wohnungsknappheit in Deutschland sorgt dafür, dass neue Baugebiete erschlossen werden. Neben Mehrfamilienhäusern oder gar Wohnblöcken, wird auch immer Raum für Häuslebauer gelassen, die sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchten. Sobald die Grundstücke vergeben sind, stellt sich die Frage, nach Bauweise, Bauplan und Eigenleistung. Letzteres ist vor allem für Hobbyheimwerker zwar vom handwerklichen Geschick her zu machen, doch zeitlich mit Job und Familie selten umsetzbar. Daher entscheiden sich viele Bauherren, ihren Hausbau als schlüsselfertiges Gesamtpaket in Auftrag zu geben. Eine Überlegung für private Bauherren ist es, größer zu bauen, um durch Vermietungen fürs Alter vorzusorgen. Fördergelder können die Kreditlast hier deutlich erleichtern und neue Optionen für den Hausbau eröffnen.

BEG wird leicht verändert

Die Bauförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird im kommenden Jahr leicht verändert. Neubauten der Effizienzhaus-Stufe 55 werden ab Februar 2022 nicht mehr gefördert. Grund dafür soll sein, dass die CO2 Einsparungen hier nicht so massiv sind und die Förderung dieser Projekte keinen signifikanten Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Bundesrepublik leistet. Alle anderen Effizienzhausstufen, sind nicht betroffen. Allerdings war das Klimaschutz Sofortprogramm 2022 der Bundesregierung nur ein Anfang und könnte in den folgenden Jahren weitere Kürzungen nach sich ziehen, wenn das Gebäudeenergiegesetz (GEG) geprüft, überarbeitet und neu verabschiedet wird. Wer Förderungen in Anspruch nehmen möchte, sollte sich Gedanken über seine Heizung machen. Heizarten, die ausschließlich auf fossilen Brennstoffen basieren, fallen schon ab 2023 aus der Förderung heraus.

Bundesländer haben eigene Förderprogramme

Die Bundesländer verfügen über eigene Förderprogramme. Dies soll Bauherren motivieren, auch fürs Gemeinwohl zu bauen, aber auch Familien entlasten, die in Mietwohnungen oft ebenso hohe Wohnkosten haben, wie bei der Finanzierung eines Eigenheims. Baugebiete werden daher inzwischen teilweise erweitert, um mehr Bauland zu schaffen. An die Fördergelder kommen Bauherren, egal ob privat oder als Unternehmen über die KfW Bank. Anträge sind bei den Hausbanken zu stellen. Allerdings bietet die Webseite der Kreditanstalt für Wiederaufbau eine gute Übersicht über alle Fördermöglichkeiten und sogar einen Förderrechner an. Es gilt, die Förderbedingungen genau zu beachten. An manche Zuschüsse sind Nutzungsbedingungen geknüpft, die es nicht erlauben, die Immobilie zur Fremdnutzung zur Verfügung zu stellen. Auch Einkommensgrenzen können beziffert sein, die eine Förderung für außerordentlich gute Einkommen ausschließen. Eine sehr gute Übersicht über die Länderprogramme bietet die Aktion Pro Eigenheim. Fazit: Bauen bedeutet Wohnen. Da Bund und Länder in der Pflicht stehen, Wohnraum zu schaffen, werden Bauherren unterstützt, um sie zum Bauen zu motivieren und auch Familien mit mäßigen Einkommen, den Bau eines Eigenheims zu ermöglichen. Hierfür gelten strenge Regeln und es sind zahlreiche Nachweise zu erbringen. Gefördert werden kann der Neubau, der Erwerb, die Sanierung, die Modernisierung und die Wohnwertsteigerung von Immobilien.

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