Heim & Garten

Mulchen hält den Boden feucht

Mulchen dient der Abdeckung des Bodens mit zerkleinerten Pflanzenteilen. Eine Bodenabdeckung ist überall dort notwendig, wo der Bewuchs noch Stellen frei gelassen hat. Als natürliche Abdeckung hat sich Mulch bewährt.

Er entspricht dem herabgefallenen Laub im Wald. Das Wort „Mulch“ ist seit dem 16. Jahrhundert in Varianten des Deutschen belegt und stammt vermutlich aus dem Lateinischen. Dort bedeutet „mollis“ weich und locker.

Im Gartenbau bezeichnet Mulchen das Bedecken des offenen Bodens zwischen Gemüsepflanzen, Blumen, Sträuchern und Bäumen mit Rasenschnitt, Laub, Blattwerk und Ähnlichem. Um die Vegetationsperiode zu verlängern, mulcht man bis in den Herbst hinein in einer Schicht, die je nach Material zwei bis fünf Zentimeter dick ist. Sie soll den Boden feucht halten, also vor Verdunstung schützen. Der Mulch wird von den Regenwürmern nach und nach in den Boden gezogen. Schon nach drei Wochen kann man nachstreuen.

Die Mulchdecke ermöglicht es den Regenwürmern, sich auch bei sommerlicher und herbstlicher Trockenheit in den oberen Bodenschichten aufzuhalten. An ungeschützten Stellen haben sie sich bei Trockenheit längst in die Tiefe zurückgezogen.

Noch vorhandenes Material vom Herbst räumt man erst im Frühjahr ab, damit sich der Boden schneller erwärmen kann. Mit fortschreitender Erwärmung im Frühjahr kann man wieder mulchen, zunächst allerdings noch in dünnen Schichten von ein bis zwei Zentimeter Dicke. Als Mulchmaterial eignen sich zum Beispiel nicht verunreinigter, nicht-kontaminierter Rasenschnitt, Laub oder gehäckselte Gartenabfälle. Weil das Mulchmaterial auf dem Gartenboden verrottet, spricht man auch von Direktkompostierung.

Durch den geringen Lichteinfall auf den Boden ist Unkrautwuchs auf der abgedeckten Fläche vermindert, aber nicht völlig ausgeschlossen. Verbleibt der Mulch im Beet, wird er zersetzt und dient so als Dünger. Bei der Verwendung von Rindenmulch sollte man an einen Stickstoffausgleich denken. Deshalb führt man den Stickstoff von außen zu. Bewährt haben sich 50 bis 80 Gramm Hornspäne je Quadratmeter in Staudenpflanzungen. lps/Cb.

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