Heim & Garten

Optimale Apfel-Aufbewahrung mit Holzstiegen

Der Apfel ist unangefochten die beliebteste aller Obstsorten. Statistisch liegt der jährliche Verbrauch bundesweit bei 100 Stück. Ursprünglich soll der Apfel aus Südwestchina stammen, wo sich noch Wildarten finden. Heute werden Äpfel üblicherweise im kontrollierten integrierten Anbau umweltschonend angebaut, allerdings nicht auf Streuobstwiesen.

Auch Kleingärtner und Privatgärtner schätzen den Apfel als Bestandsbaum. Schon die alten Griechen kannten die Technik des Pfropfens, mit der man Apfelbäume vermehrt und veredelt. Äpfel werden heute nur noch von wenigen Menschen zu Hause über längere Zeit gelagert, weil moderne Keller meist zu warm sind und Äpfel im Lebensmittelhandel das ganze Jahr über verfügbar bleiben.

In Kellern oder Gewölben mit einer Temperatur um acht Grad Celsius wären die Bedingungen ideal. Zur längeren Lagerung eignen sich besonders sogenannte Herbstsorten wie Cox und Wintersorten wie Boskop oder Delicious.

Optimal bewahrt man Äpfel auf flachen Holzstiegen an einem kühlen, gut gelüfteten und dunklen Ort auf. Dabei sollte der Stiel nach oben zeigen und etwas Abstand zwischen den einzelnen Früchten liegen. Zugluft ist schädlich, eine hohe Luftfeuchtigkeit dagegen erwünscht. Wichtig sind die regelmäßige Kontrolle des Lagerobsts und das rechtzeitige Entfernen von braunen oder faulenden Äpfeln. Während man Früh- und Sommersorten im Juli und August erntet, sind die Herbstsorten erst im September erntereif, die Wintersorten ab Anfang Oktober. Äpfel „atmen“ auch noch, wenn sie nicht mehr am Baum hängen. Sie geben das für die Fruchtreifung notwendige Gas Ethylen ab und sollten deshalb getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten aufbewahrt werden. Anderenfalls beschleunigt sich deren Reifung. lps/Cb.

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