Wirtschaft & Finanzen

Technik & Schnäppchen: So findet man garantiert echte Deals!

Ob Apple oder Samsung, Sony oder Philips, Monat für Monat liefern sich die größten Marken aus dem Bereich Technik und Elektronik einen erbitterten Preiskampf. Am Ende profitieren davon insbesondere Verbraucher, die mit etwas Recherche und Geduld richtig viel Geld sparen können. Hier und da lauern aber auch Fallen, denn nicht jedes Angebot ist zeitgleich ein Schnäppchen. Wir haben uns auf die Suche gemacht, um über Preisvergleichsportale echte sowie einmalige Technik- und Gadget-Schnäppchen aufzuspüren – und zeigen, was uns dabei auffiel.

Wie und wo: Auf diese Weise findet man garantiert aktuelle Technik-Schnäppchen! 

Einen Preisvergleich im Internet dürfte jeder schon einmal durchgeführt haben. Letztlich gibt es zahlreiche bekannte Portale, denen man im Internet und selbst im Fernsehen Tag für Tag begegnet, selbst jetzt zur Corona-Zeit ist die Nachfrage groß, auch wenn das Ausgabeverhalten sich geändert hat

In der Regel bieten Preisvergleichsportale auch Kategorien für Elektronikartikel an – und vergleichen Preise für alle erdenklichen Gerätschaften von A bis Z aus der Kategorie Technik & Gadgets. 

Was oft allerdings nicht bekannt ist: Fast alle Preisvergleichsportale im Internet arbeiten nicht vollständig unabhängig. Geld erwirtschaften derlei Webseiten über Provisionen, die Händler und Shops individuell festlegen, und leider divergieren diese teils sehr stark, sodass es für ein Preisvergleich-Anbieter durchaus lukrativer sein kann, bessere Angebote erst gar nicht aufzuführen. Mit anderen Worten: Ob es sich am Ende tatsächlich um den bestmöglichen Preis handelt, kann nie garantiert werden.

Und da ein Vergleich von Preisvergleichen offenkundig kaum sinnvoll erscheint, ist es echten Schnäppchenjägern zu empfehlen, einmalige Preisknüller auch anderswo aufzuspüren. Erfreulicherweise muss dies gar nicht so schwierig sein und lässt sich sogar schnell und unkompliziert sicherstellen, ohne dass man selbst aufwendige und zeitraubende Vergleiche und Recherchen auf Amazon und Co. absolvieren muss.

Der Bundesgerichtshof hat vor fast genau drei Jahren ein Urteil zum Thema Informationspflicht von Preisvergleichsseiten im Internet gefällt. In der schriftlichen Urteilsbegründung (Az. I ZR 55/16) ist festgehalten, dass Vergleichsportale fortan verpflichtet werden, Nutzer transparent darüber zu informieren, sofern ausschließlich Angebote von Händlern gelistet werden, von denen das jeweilige Portal eine Provision nach Kaufabschluss erhält, folglich also kein vollständiger Preisvergleich angeboten wird, der auch solche Angebote einschließen müsste, mit denen das Portal keine Vergütung durch eine Provision erhielt.

Dies lässt sich beispielsweise an unabhängigen Deal-Portalen belegen, von denen es mittlerweile einige hervorragende Vertreter gibt. Zwar verdienen diese Webseiten meist auch Geld über Provisionen, allerdings agieren Deal-Portale in der Regel unabhängig und versuchen, tatsächlich das günstigste aller verfügbaren gegenwärtigen Angebote zu finden. Dabei werden kleinere und unbekanntere Online-Shops ebenso durchforstet wie Auktionen auf eBay oder einmalige Amazon Blitzangebote mit nur kurzer oder begrenzter Verfügbarkeit.

Preisvergleich im Internet: Vergleichsportale verstehen und korrekt nutzen 

Statistisch betrachtet scheinen Vergleichsportale trotz ihres mittlerweile nicht mehr gänzlich einwandfreien Rufs noch immer eine relativ hohe Beliebtheit zu besitzen. Letztlich führt jeder zweite deutsche Verbraucher vor einem Kauf im Internet einen Preisvergleich auf mindestens einem der gängigen Portale durch. 

Grundsätzlich ist dies auch nicht verkehrt, möchte man sich einen Überblick der Preisstrukturen zu einem Produkt verschaffen und ein günstiges Angebot finden. Allerdings sollte man sich als Käufer darüber im Klaren sein, dass es durchaus möglich ist, in irgendeinem Shop im World Wide Web ein noch wesentlich besseres bzw. günstigeres Angebot zu entdecken. Eine Art Best-Preis-Garantie gibt es somit auf keinem Preisvergleichsportal. 

Doch damit noch nicht genug, denn es existieren weitere Fallstricke, über die Verbraucher stolpern können, wenn einem Online-Preisvergleich mehr oder weniger blind vertraut wird. Folgende drei Aspekte sollten bei einem Preisvergleich daher grundsätzlich berücksichtigt werden:

Keine vollständige Marktübersicht 

Zwar dürfte es ohnehin schwierig werden, bei einem Preisvergleich tatsächlich alle Angebote im Internet zu berücksichtigen, wie erwähnt listen Vergleichsseiten mitunter aber durchaus bewusst einige lukrative Deals, Schnäppchen und Angebote nicht auf, sofern das Vergleichsportal nicht mit dem jeweiligen Händler kooperiert. Dabei sollten Verbraucher berücksichtigen, dass es je nach Produkt und Branche starke Unterschiede geben kann. 

Einige Vergleichsportale sind beispielsweise in der Kategorie Elektronikartikel sehr gut aufgestellt, kooperieren dann aber im Bereich Mobilfunktarife nur mit vergleichsweise wenigen Anbietern, wodurch die Wahrscheinlichkeit, in dieser Vergleichskategorie das günstigste Angebot zu finden, deutlich kleiner ausfallen dürfte.

Bezahlte Platzierungen 

Ähnlich wie es einige Menschen sicherlich schon von Google kennen, existieren auch auf Preisvergleichsportalen bezahlte Anzeigen. Konkret bedeutet dies, dass die Kooperationspartner der Vergleichsseiten mitunter die Möglichkeit besitzen, eine Top-Platzierung gegen Entgelt einzukaufen, selbst wenn ein objektiver und sachlicher Preisvergleich diese Top-Platzierung nicht rechtfertigt. 

Zwar sind Preisvergleichsportale mittlerweile verpflichtet, bezahlte Platzierungen eindeutig sichtbar kenntlich zu machen, trotzdem kann es beim schnellen Klicken und Durchsehen schnell passieren, auf eine bezahlte Anzeige zu klicken und in die Preisfalle zu tappen.

Unterschiedliche Preise 

Ebenfalls von Bedeutung ist ein kritischer Blick auf die angezeigten Angebotspreise selbst. Diese müssen nämlich nicht zwangsläufig mit den Preisen, die direkt auf der Seite des Anbieters zu finden sind, übereinstimmen. Dieser Umstand ist durch verschiedene Faktoren zu begründen. 

Zum einen werden die Ergebnisse eines Preisvergleichs nicht fortlaufend aktualisiert und berücksichtigen so zum Beispiel kurzfristige Sonderaktionen nicht, zum anderen rechnen die Portale beispielsweise Boni und Ähnliches oft mit ein, die je nach Filter und Sucheinstellung vom Verbraucher aber gar nicht gewünscht sind.

Fazit: Preise vergleichen – aber mit Vorsicht genießen 

Im Grunde ist es relativ einfach. Um letztlich wirklich den besten oder zumindest einen der günstigsten Preise für ein Produkt, einen Service, einen Tarif usw. zu finden, ist die Nutzung eines Vergleichsportals sicherlich einer der ersten richtigen Schritte, er sollte jedoch nicht der einzige sein. 

Wer wirklich sparen und nicht auf Scheinangebote hereinfallen möchte, sollte jeden Preisvergleich kritisch betrachten und sich nicht auf einen einzigen Vergleich verlassen. Bestenfalls wird jedes Angebot manuell nochmals direkt beim Händler überprüft. 

Echte Schnäppchenjäger steuern vor dem Kauf sogar noch unabhängige Deal-Portale an, um zu prüfen, ob es womöglich einen kurzfristigen Rabatt, ein Sonderangebot oder eine exklusive Aktion bei einem Händler gibt. Solche Informationen bieten Vergleichsportale in der Regel nämlich nicht, wodurch weiteres Sparpotential verlorengeht.