- Gesundheit im Dialog -

Altersgerecht über die Situation sprechen

Je nach Alter ordnen Kinder die Themen unterschiedlich ein. Daher ist eine altersgerechte Ansprache notwendig. Kindergartenkinder reagieren beispielsweise oft sehr emotional und ängstlich. Hier können Eltern Trost und Sicherheit vermitteln, indem sie zum Beispiel in Bezug auf den Krieg in der Ukraine erklären, dass geholfen wird und Flüchtlinge von anderen Menschen aufgenommen werden.

Kinder im Schulalter beschäftigen sich häufig schon mit dem Hintergrund eines Krieges. Einige Kinder drücken sich vielleicht anders aus und malen ein Bild dazu oder schreiben eine Geschichte und verarbeiten so ihre Gefühle. Auch das kann ein guter Anlass sein, mit dem Kind ins Gespräch zu kommen.

Mit Teenagern wiederum ist eine Diskussion über Ethik und Politik möglich und sinnvoll. Dabei ist es wichtig, zu lernen, dass ein Krieg auch in den Medien und um Informationen geführt wird. Eltern müssen bei diesen Gesprächen ihre eigenen Ängste nicht verstecken, sollten sie aber nicht auf ihre Kinder übertragen. Für Kinder ist es hilfreich zu sehen, wie ihre Eltern Ängste überwinden. Im Hier und Jetzt bleiben, sich nur einmal am Tag in den Medien informieren, Sport und Bewegung zum Stressabbau einplanen, sich vor endlosen Katastrophenfantasien zu schützen, aktiv werden – all das kann Eltern helfen, eigene Ängste nicht eskalieren zu lassen.

 „Für sich selbst sorgen, heißt manchmal auch, dass Eltern für sich selbst Entlastung und Hilfe holen müssen – um dann ihren Kindern helfen zu können“, rät AOK-Spezialist Schmidt.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

Weitere Artikel aus "Gesundheit im Dialog"