- Gesundheit im Dialog -

Behandlungsmöglichkeiten

Medikamente, sogenannte PDE-5-Hemmer, sind die Therapie der ersten Wahl. Diese Mittel fördern die Durchblutung des Penis. „Diese Medikamente steigern entgegen weit verbreiteter Annahmen aber nicht die Libido, also nicht die sexuelle Lust. Die PDE-5-Hemmer wirken nur, wenn der Mann sexuell erregt ist", stellt AOK-Mediziner Dr. Mollowitz klar. Bestimmte Krankheiten, wie schwere Lebererkrankungen, Herzleiden oder ein Schlaganfall in der Vergangenheit, sprechen gegen die Einnahme dieser Medikamente, die von einem Arzt verschrieben werden müssen.

Bei der Methode MUSE (Medikamentöses Urethrales System zur Erektion) wird der Wirkstoff nicht gespritzt, sondern mit einem Applikator in die Harnröhre eingeführt. Das Medikament wird dann über die Wand der Harnröhre in den Schwellkörper aufgenommen.

Zu den nicht medikamentösen Therapien zählen Vakuumpumpen. Hierbei wird der Penis in einen Plexiglaszylinder eingeführt, aus dem die Luft elektrisch abgesaugt wird, sodass ein Vakuum entsteht. Dadurch strömt mehr Blut in den Penis und eine Erektion entsteht. Welche dieser mechanischen Hilfen geeignet ist, sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Die Medikamente gehören zu den sogenannten Lifestyle-Medikamenten, die die Betroffenen selbst bezahlen müssen. Die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für medizinisch notwendige und ärztlich verordnete Erektionsringe und Vakuum-Erektionssysteme. Die gesetzliche Zuzahlung ist vom Versicherten zu zahlen.

Wenn beides weder in Frage kommt oder erfolglos war, eine Erektion für das Paar aber sehr wichtig ist, kann über ein Schwellkörperimplantat nachgedacht werden.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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