- Gesundheit im Dialog -

Bewusste Auswahl

Hinter Versprechen wie „zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ verbergen sich oft Mogelpackungen. Denn in Zutatenlisten steckt Zucker hinter vielen Bezeichnungen, zum Beispiel bei Glukosesirup, Maltodextrin, Magermilchpulver und Glucose-Fructose-Sirup, so AOK-Ernährungsexpertin Fischer.

Ein Blick aufs Etikett hilft, denn verpackte Lebensmittel müssen eine Nährwertkennzeichnung tragen, in der unter anderem die enthaltenen Mengen an Kohlenhydraten und Zucker aufgelistet sind. Die Zuckerangabe umfasst alle Ein- und Zweifachzucker im Lebensmittel – unabhängig davon, ob sie von Natur aus oder als Zusatz enthalten sind. Manch ein Früchtemüsli oder Salatdressing entpuppt sich dann als sehr zuckerlastig. Ganz zu schweigen von den sieben Stück Würfelzucker, die beispielsweise in einem Glas Cola oder Orangenlimonade stecken.

Bei Nährwertangaben muss man genau hinschauen, denn oft rechnet der Hersteller die Angaben auf eine Portion. Hilfreich ist dieser Service nur, wenn die Portionsgröße nicht zu klein gewählt wurde. Zum Vergleich: Als „zuckerarm“ darf laut Lebensmittelrecht ein Produkt bezeichnet werden, das nicht mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm enthält, bei Getränken maximal 2,5 Gramm pro 100 Milliliter.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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