- Gesundheit im Dialog -

Brustkrebs behandeln

Für die Diagnose und erforderliche Behandlung sollten auch Männer unbedingt ein zertifiziertes Brustzentrum aufzusuchen. „Diese spezialisierten Zentren sind inzwischen immer mehr darauf eingestellt, dass auch Männer betroffen sein können“, so AOK-Mediziner Dr. Wolfgang Mollowitz. Zur Abklärung eines verdächtigen Tastbefundes dienen bei Frauen wie Männern Ultraschalluntersuchung und Mammografie. Sicherheit, ob das Gewebe wirklich bösartig ist, gibt eine Biopsie (Gewebeentnahme).

Auch die Therapie orientiert sich an der Versorgung weiblicher Erkrankter. Der erste Schritt besteht darin, den bösartigen Tumor zu entfernen. Weil bei Männern weniger Brustgewebe vorhanden ist, muss meist die gesamte Brust entfernt werden. Gegebenenfalls auch befallene Lymphknoten.

Individuelle Therapie

Die weitere Therapie hängt von Stadium und Eigenschaften des Tumors ab. Um einen Rückfall oder die Bildung von Metastasen zu verhindern, folgt der Operation meist eine Bestrahlung und/oder Chemotherapie.

Weil auch bei Männern die Brustkrebszellen hormonabhängig wachsen, kommt oft eine anti-hormonelle Therapie in Frage. Ein neuer Ansatz ist die sogenannte Antikörpertherapie, bei der sich künstlich hergestellte Antikörper gezielt gegen die Tumorzellen richten. Bei Patientinnen mit entsprechender Eignung des Tumors ist diese Behandlung oft sehr effektiv. Auch Männern wird bei kompatibler Tumorart eine Antikörpertherapie angeboten.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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