- Gesundheit im Dialog -

Einfach mal nichts tun

Die Seele braucht Auszeiten, um gesund zu bleiben. Und das Gehirn Ruhepausen, um gut funktionieren zu können. Mut zum Nichtstun macht auch der Spruch des chinesischen Philosophen Laotse: "Im Nichtstun bleibt nichts ungetan."

Denn nur wer „einfach nur sitzt“, wer im Gras oder auf dem Sofa liegt, auf Smartphone, Gespräche oder sonstige Ablenkungen verzichtet, kommt in Kontakt mit sich selbst. Erst dann haben wir die Zeit, die vielen Eindrücke eines jeden Tages zu verarbeiten. Und nur in der Stille können wir reflektieren und uns grundsätzliche Fragen stellen. Es kommen vielleicht Erinnerungen hoch, Zukunftsszenarien entstehen.

Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass das Gehirn hochaktiv ist, während Menschen nichts tun. Es knüpfen sich neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen, tief gespeichertes, aber unbewusstes Wissen taucht auf, neue Zusammenhänge stellen sich her. So lassen sich auch die plötzlichen Geistesblitze, die Aha-Erlebnisse erklären, die scheinbar aus dem Nichts herauskommen. Mit etwas Glück überrascht uns eine gute Idee in der Badewanne, beim Fahrradfahren, Spazierengehen oder im Bett. Und: Entspannung ist auch eine Voraussetzung für schöpferische Prozesse, so die AOK-Experten.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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