- Gesundheit im Dialog -

EMDR: Eye-Movement-Desensitization and Reprocessing

Die Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen mittels  EMDR ist ein seit 2014 vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) anerkanntes Verfahren. 

EMDR bedeutet übersetzt „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung“ und kann bei der Verarbeitung von als traumatisch erlebten Ereignissen und Erfahrungen, wie beispielsweise nach Unfällen oder der Diagnose einer lebensbedrohlichen Krankheit, angezeigt sein.

 Das Kernstück der Behandlung bildet nach der Begründerin, der US-Amerikanerin Francine Shapiro, die Desensibilisierung. Dabei stellen sich Patienten das belastende Erlebnis vor; während sie unter Anleitung rhythmisch die Augen nach links beziehungsweise rechts bewegen. Durch dieses kurzzeitige Inkontakttreten mit der belastenden Erinnerung und der gleichzeitigen bilateralen Stimulation wie die Augenbewegungen, Töne oder kurze Berührungen etwa des Handrückens, soll die Blockierung aufgehoben und eine zügige Verarbeitung der belastenden Erinnerung ermöglicht werden, erklärt AOK-Mediziner Dr. Wolfgang Mollowitz.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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