- Gesundheit im Dialog -

Entspannt abheben

Ein anderes Problem beim Reisen ist Flugangst: Fast jeder Zehnte hat laut Umfragen von Meinungsforschungsinstituten Angst vorm Fliegen. Flugangst (Aviophobie) setzt sich aus verschiedenen Ängsten zusammen, so der AOK-Mediziner Dr. Mollotwitz.

Am häufigsten ist die Angst vor dem Ausgeliefert sein und nicht raus zu können. Hinzu kommt die Befürchtung, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren. Andere Betroffene haben Angst vor Turbulenzen und einem möglichen Absturz, ohne selbst helfen zu können. Weitere Varianten der Flugangst sind die Angst vor Höhe und die Angst vor terroristischen Anschlägen. Die Gedankenschleifen können sich bis zu Panikattacken steigern.

Die körperlichen Symptome reichen von Herzklopfen, Zittern, Schwindel, Übelkeit, Schweißausbrüchen, Magen-Darm-Beschwerden bis hin zur Atemnot. Die Flugangst erzeugt Energie, die eigentlich für Angriff und Flucht gedacht ist. Beides ist im Flugzeug nicht möglich. Deshalb gilt es, die Energie zu kanalisieren und umzulenken. Wie das geht, lernt man beispielsweise in Entspannungskursen.

Außerdem:

- Die Reise möglichst ohne Termindruck beginnen. Rechtzeitig am Flughafen sein, eventuell den Vorabend-Check-In oder aber den Web-Check-In nutzen.

- Lieblingsplätze vorher reservieren. Wer auf einem der begehrten Fenster- oder Gangplätze sitzt, fühlt sich häufig entspannter.

- Vorher planen, wie die Zeit an Bord gestaltet werden soll: zum Beispiel durch Lesen, Hörbücher, Musik oder Filme auf dem Smartphone.

- Tief Luft holen: Schon einfache Atemübungen wie das Seufzen helfen, die Anspannung im Brustbereich zu lockern.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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