- Gesundheit im Dialog -

Harmlose Pünktchen auf empfindlicher Haut

Heide – Sie werden gehasst und geliebt – wer sie hat, findet sie oft hässlich, wer sie nicht hat, süß. Vor allem bei hell- oder rothaarigen Menschen (Hauttyp I und II) sprießen jetzt wieder die Sommersprossen. In Kooperation mit unserer Zeitung informiert die AOK NordWest,  wie sich nicht nur Sommersprossige vor Sonne und UV-Strahlung schützen können.

Die kleinen braungelben Pigmente sitzen in der obersten Hautschicht, der Epidermis. Es handelt sich um eine Ansammlung konzentrierten Melanins. Ursache für ihre Entstehung ist ein ungefährlicher Gendefekt, der dazu führt, dass sich die Pigmente nicht gleichmäßig in den Hautzellen verteilen. Die gute Nachricht: Sommersprossen an sich sind absolut harmlos. Sie sind aber auch ein Zeichen für sonnenempfindliche Haut. Sommersprossige sollten sich daher besonders vor Sonne oder UV-Strahlung schützen. „Normalerweise bilden bestimmte Hautzellen, die so genannten Melanozyten, das Pigment Melanin als Schutz vor Sonnen- oder UV-Strahlung. Je stärker die Sonneneinstrahlung, desto mehr Melanin wird produziert und desto stärker wird die Hautpigmentierung. Die Haut wird braun und ist durch das Pigment kurzfristig vor den schädlichen UV-Strahlen geschützt“, sagt AOK-Medizinerin Dr. med. Katja Schwarzenhölzer. In sonnenarmen Monaten sind Sommersprossen dagegen meist kaum zu sehen.

Mindestens Lichtschutzfaktor 30

Sommersprossen sind ein Zeichen dafür, dass sich das Melanin nicht gleichmäßig verteilt – in manchen Zellen wird mehr gebildet, die charakteristischen braunen Pünktchen entstehen. Sie zeigen sich vor allem an den Körperstellen, die stark der Sonne ausgesetzt sind, wie Nase, Stirn, Wangen, Dekolleté oder auch auf den Armen. Im Gegensatz zu beispielsweise Muttermalen werden bei Sommersprossen keine neuen Zellen gebildet, sondern nur neuer Farbstoff produziert. Wie viele Sommersprossen sprießen, hängt auch von den Pigmentspeichern in den Hautzellen ab: Je weniger vorhanden sind, desto mehr Sommersprossen kann ein Mensch bekommen. Hellhäutige haben im Schnitt 50 Pigmentspeicher pro Zelle, dunkelhäutige Menschen mehr als 500. 

Fakt ist: Sommersprossen sind ein Zeichen für eine sonnenempfindliche Haut. „Sommersprossige müssen daher immer auf ausreichenden Sonnen- und UV-Schutz achten. Zum Beispiel sollten sie zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne am besten ganz meiden, da dann die Strahlung am intensivsten ist“, so AOK-Medizinerin Dr. Schwarzenhölzer. 

Als Faustregel gilt: Wer Hauttyp I hat, sollte sich nicht länger als zehn Minuten ohne Schutz in der Sonne aufhalten, bei Hauttyp II sind es maximal 20 Minuten. Sonnencreme sollte dabei mindestens Lichtschutzfaktor 30, besser noch 50 haben. Wachsam sollte man sein, wenn Pigmentflecken sich deutlich verändern, also wenn sich beispielsweise die Größe, Form oder Farbe ändert. Bluten diese Flecken, sollten sie immer vom Arzt kontrolliert werden.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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