- Gesundheit im Dialog -

Hautkrebs-Screening zu wenig genutzt

Das Hautkrebs-Screening wird in Schleswig-Holstein immer weniger genutzt: 2020 gingen lediglich 9,8 Prozent der AOK-Versicherten in Schleswig-Holstein zur ärztlichen Früherkennung von Hautkrebserkrankungen, in 2019 waren es noch 13,3 Prozent. Der Anteil der Frauen lag mit 55,3 Prozent höher als der der Männer (44,7 Prozent). Über die Jahre ist ein kontinuierlicher Rückgang zu beobachten. „Die schon seit Jahren rückläufigen Zahlen haben sich durch die Corona-Pandemie noch weiter verringert. Dabei ist Hautkrebs fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Daher raten wir unbedingt die kostenfreien Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Hautkrebs-Früherkennung zu nutzen“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Durch das Hautkrebs-Screening ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen. Das ist umso wichtiger, da Hautkrebs zunächst keine Beschwerden verursacht. Das Hautkrebs-Screening ist eine rein visuelle Untersuchung der gesamten Haut. Der Arzt sucht dabei den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Da die Haut so gut zugänglich ist wie kein anderes menschliches Organ, sind die verschiedenen Krebsarten bereits im Frühstadium gut zu finden. Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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