- Gesundheit im Dialog -

HP-Viren sind nicht nur Frauensache

Auch Humane Papillomviren (HPV) gehören zu den sexuell übertragbaren Infektionen (STI) und: Sie sind nicht nur Frauensache. Denn viele Männer und Jungen sind ebenfalls mit HPV infiziert. Deshalb können sie nicht nur den Erreger übertragen, sondern auch selbst an einem HPV-bedingten Tumor erkranken.

HP-Viren sind häufig Auslöser von Gebärmutterhalskrebs. „Jungen können zwar keinen Gebärmutterhalskrebs bekommen, Krebsformen im Mund- und Rachenraum und am Darmausgang sowie Genitalwarzen können jedoch ebenfalls durch den HP-Virus verursacht werden“, sagt AOK-Mediziner Dr. Thorsten Sebens. Deshalb wurde die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) auch auf Jungen ausgeweitet.

Impfen gegen HP-Viren ist möglich. Das Impfangebot der gesetzlichen Krankenkassen gilt für Jungen und Mädchen im Alter von 9 bis 17 Jahren. In der Regel werden sie zweimal in einem Abstand von mindestens fünf Monaten mit einer Spritze geimpft. Die Impfung sollte vor dem ersten Sexualkontakt erfolgen. Die AOK Nordwest erstattet bei Frauen und Männern ab 18 Jahren als Mehrleistung 80 Prozent der Kosten. Die Kostenübernahme erfolgt im Rahmen des AOK-Gesundheitsbudgets. Die Kosten werden auf das Gesundheitsbudget angerechnet.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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