- Gesundheit im Dialog -

Im Strudel der Hormone

Ist die Liebe zu Ende, hat das auch körperliche Auswirkungen. An erster Stelle steht der offensichtliche Schmerz der Trennung, der jetzt so unangenehm direkt und intensiv zu spüren ist. Im Körper laufen nun die gegenteiligen Reaktionen als beim Verliebt sein ab: Statt Glückshormone wie Dopamin und Oxytocin auszuschütten oder auch Adrenalin, weil man sich auf das nächste Wiedersehen freut, wirkt Liebeskummer wie ein regelrechter Entzug: kein Dopamin, kein Glücksgefühl, stattdessen dieser fiese Schmerz und Traurigkeit, die sich sogar bis zur depressiven Verstimmung/Depression entwickeln kann. 

Weitere Symptome können Konzentrationsstörungen sein sowie Schlaf- und Appetitlosigkeit – oder Fressattacken. Ab sofort steht nicht mehr das anregende Adrenalin im Vordergrund, sondern die beiden Stresshormone Cortisol und Noradrenalin dominieren das Geschehen und verstärken das angespannte Stimmungstief.

Die Ausprägung der Symptome und deren zeitliches Auftreten variieren individuell. In der Regel gilt jedoch der alte Satz: Die Zeit heilt alle Wunden. Das ist besonders für den Verlust der ersten großen Liebe wünschenswert, so AOK-Experte Thorsten Schmidt.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

Weitere Artikel aus "Gesundheit im Dialog"