- Gesundheit im Dialog -

Negatives nicht ausblenden

Pechvögel müssen keine Pechvögel bleiben, denn Strategien für mehr Glück kann man lernen. Studien zeigen, dass eine optimistische beziehungsweise pessimistische Lebenshaltung nur zu einem kleinen Teil angeboren ist. So zeigte sich in einer Studie von Martin Seligman und Tracy Stehen: Wenn Menschen auch nur eine Woche lang jeden Abend drei positive Dinge aufschreiben, erhöht sich die Lebenszufriedenheit, und dieser Effekt hält über Monate an.

Positiv denken bedeutet dabei nicht, Negatives auszublenden. Schwere Lebensumstände, wie Armut, Flucht, Gewalterfahrungen, Verluste, lassen sich nicht positiv umdeuten. „Doch entwickelt man Akzeptanz und Zuversicht, stärkt das die Flexibilität, um widrige Umstände besser bewältigen zu können“, so AOK-Expertin Kerstin Berszuck. Es geht auch nicht darum, Angst oder Trauer zu verdrängen, sondern auch diesen schwierigen Gefühlen bewusst zu begegnen. Mehr Offenheit hilft dabei, nicht nur die Probleme zu sehen, sondern auch (neue) Lösungen zu finden.