- Gesundheit im Dialog -

Pack die Badehose ein

Heide – Rein ins kühle Nass! Und damit ist nicht das gemütliche Planschen im Spaßbad gemeint. Mal wieder richtig schwimmen gehen. Das lohnt sich! Warum? Das zeigt die  AOK Nordwest in Kooperation mit unserer Zeitung.

Badesachen und ein Handtuch – mehr braucht es nicht, um schwimmen zu gehen. Schwimmen macht nicht nur Spaß, sondern zählt auch zu den gesündesten Sportarten", sagt AOK-Bewegungsexpertin Susanne Wiltfang. Wem das Bahnenziehen nicht abwechslungsreich genug ist, der kann auch mit Joggen, Trampolinspringen, Radfahren oder Aerobic seine Fitness verbessern.

Schwimmen macht schlank

Beim Schwimmen wird Fett verbrannt. Und das sehr effektiv. Wassersport ist ein effektives Fitnesstraining, weil sich Schwimmer oder Aquasportler gegen den Widerstand des Wassers bewegen. Sie verbrennen je nach Geschwindigkeit 500 bis 650 Kalorien pro Stunde, ohne viel Kraft aufwenden zu müssen. Zum Vergleich: Beim Joggen sind es 490 Kilokalorien, beim Radfahren 420 Kilokalorien zeigen Messungen einer amerikanischen Studie. Doch Vorsicht: Nach dem Schwimmen meldet sich der Hunger. Wer dann viel isst, kann sein Gewicht nicht reduzieren. Ein weiterer Vorteil: Bei kaum einer Sportart werden so viele Muskelgruppen beansprucht. „Wer häufig ins Becken steigt, fordert alle Muskelgruppen, von den Armen über den Rumpf bis hin zu den Beinen", so Wiltfang.

Schwimmen schont Gelenke und Bänder

Rückenschmerzgeplagte können im Wasser etwas gegen ihre Beschwerden tun. Denn die Auftriebskraft, die der Gewichtskraft entgegenwirkt, sorgt dafür, dass Gelenke und Bänder kaum belastet werden. Allerdings kommt es immer auf die richtige Technik an. Bei Knie- und Rückenschmerzen ist Kraulen die erste Wahl. Beim Brustschwimmen werden die Beine sehr beansprucht. Zudem legen Laien gern mal den Kopf statisch in den Nacken. „Das ist eine ungünstige Wirbelsäulenposition, die meistens mit einer stärkeren Durchbiegung der Lendenwirbelsäule einhergeht. Gut für die Gesundheit ist das bei Rückenschmerzen nicht“, meint AOK-Bewegungsexpertin Susanne Wiltfang.

Schwimmen bringt Kreislauf und Lunge in Schwung

Im Wasser muss mehr als bei Sportarten wie Laufen oder Radfahren der ganze Körper ran. Egal, ob Arme, Beine, Rücken, Bauch oder Kopf – alles wird aktiviert. Das ist ein ganz großes Plus beim Kontakt mit dem nassen Element. Weil beim Schwimmen so viele Muskelgruppen beteiligt sind, wird viel Luft ventiliert und der Sauerstoff entsprechend über das Blut verteilt. Dann muss das Herz ordentlich pumpen“, erklärt Wiltfang. Das bringt zum einen den Kreislauf in Schwung und kräftigt zum anderen die Lunge. Außerdem stärkt es die Venen und sorgt auch hier für eine gute Durchblutung. Die Atemmuskulatur und das Immunsystem werden ebenfalls trainiert. Nicht zuletzt wirkt Aquasport entspannend und ist gut für die Psyche.

Schwimmen kann Leben retten

Wer Fußballspielen, Balletttanzen oder Kickboxen beherrscht, kann darauf natürlich stolz sein. Aber: Wer schwimmen kann, ist unter Umständen in der Lage, Leben zu retten. Und zwar nicht nur sein eigenes, sondern auch das anderer Menschen. Weiterer Vorteil: Nur wer sich sicher im Wasser fortbewegt, kann auch schnorcheln gehen, Stand-up-Paddeln, Surfen oder den Nervenkitzel Zehnmeterbrett ausprobieren.

Schwimmen ist eine (fast) verletzungsfreie Sportart

Bei vielen Sportarten sind kleinere Unfälle oder Blessuren ein häufiger Begleiter. Nicht so beim Schwimmen. Zugegeben, man kann auf feuchten Fliesen am Beckenrand ausrutschen oder beim Rückenschwimmen mit einem Mitstreiter kollidieren. Davon abgesehen ist es aber kaum möglich, sich ernsthaft zu verletzen. Deshalb ist der Wassersport auch für ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen perfekt.

 

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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