- Gesundheit im Dialog -

Pech – oder schlechte Vorbereitung?

Pechvögel neigen zu Pessimismus und fühlen sich eher als Opfer äußerer Umstände. Dabei übersehen sie, dass Glück oder Pech einfach viel mit Statistik zu tun hat. Zum Beispiel die berühmte Warteschlange: Je mehr Kassen geöffnet sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich in der „falschen“ Schlange stehe. Und steht man in der vermeintlich falschen Schlange, kann man sich darüber ärgern – oder zum Beispiel das Warten als eine willkommene Auszeit nutzen, um Leute zu beobachten, etwas zu lesen oder sich auf den Atem zu konzentrieren.

Ein weiterer Einflussfaktor dabei kann Grübeln sein: Grübeln ist ein Gedankenkreisen um die immer gleichen negativen Themen, ohne eine Lösung. Am Ende existiert nicht nur das Problem weiter, sondern die Gefühlslage endet bei hoffnungslos, ängstlich und pessimistisch.

Pechvögel übersehen auch, dass sie manchmal ihres eigenen Peches Schmied sind: Etwa, wenn sie eine schlechte Prüfung abgelegt haben. Sie schreiben den Misserfolg eher dem Schicksal zu oder der schlechten Laune des Prüfers, statt die eigene, womöglich ungenügende Vorbereitung in den Blick zu nehmen. Die Fragen „Woran lag es?“, „Was könnte ich besser machen?“, „Welche Unterstützung könnte ich gebrauchen?“ können zu mehr Erfolg und Zufriedenheit führen, rät AOK-Expertin Berszuck.