- Gesundheit im Dialog -

Saft, Pulver, Tropfen oder Zäpfchen

Einem Kind Medikamente zu verabreichen, ist nicht immer einfach. Vor allem kleine Kinder sind oft wenig einsichtig, machen den Mund nicht auf oder spucken die Arznei wieder aus, so die AOK-Experten.

Damit Kindern die Medikamente besser verabreicht werden können, gibt es diese meist als Saft, Tropfen, Pulver oder Zäpfchen. Es kann helfen, flüssige Medikamente in Saft oder Tee zu geben oder Pulver unter ein Stück zerdrückte Banane zu mischen. Ein Vermischen mit Lebensmitteln oder das Zerkleinern von Tabletten oder Kapseln sollten vorher in der Apotheke besprochen werden. Ohren- und Nasentropfen oder Zäpfchen empfindet das Kind als weniger unangenehm, wenn sie in der Hand erst kurz vorgewärmt werden. Zäpfchen lassen sich zum Beispiel besser verabreichen, wenn das Kind seitlich und mit angewinkelten Beinen im Bett liegt. Oft kann man die Kleinen auch noch mit einem Spielzeug ablenken. Manchmal hilft es auch, wenn die Lieblingspuppe oder der Teddybär die gleiche Behandlung bekommt. 

Bei Dosierungsangaben mit Löffeln ist darauf zu achten, ob Tee- oder Esslöffel gemeint sind. Das Standardmaß für Teelöffel ist normalerweise 5 ml, für Esslöffel 15 ml. Bei Antibiotika ist es sehr wichtig, die vorgeschriebenen Dosierungsintervalle und die Dauer der Einnahme genau einzuhalten und nicht vorher abzubrechen, weil es dem Kind wieder besser geht. Denn werden Antibiotika zu niedrig dosiert oder nicht lange genug gegeben, können sich Resistenzen bilden. Vorsicht geboten ist auch bei ätherischen Stoffen wie Menthol, Pfefferminz- oder Eukalyptusöl in Salben oder Balsam: Sie können bei Babys oder älteren Kindern mit Asthma gefährliche Atemnot auslösen.

Hat das Kind aus Versehen eine zu hohe Dosis erhalten, am besten beim Arzt oder in der Apotheke nachfragen, was zu tun ist. Wurde eine Dosis vergessen oder das Kind hat das Medikament teilweise wieder ausgespuckt, beim nächsten Mal auf keinen Fall die doppelte Menge geben. Einfach das Medikament weiter nach Plan verabreichen und mit dem Arzt darüber sprechen.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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