- Gesundheit im Dialog -

Schwindel bei Kreislaufproblemen

Auch Kreislaufprobleme können unter anderem zu Schwindel führen. Die Ursachen dafür sind meist harmlos, ein Verständnis der grundsätzlichen Abläufe ist hilfreich: Der Blutkreislauf besteht aus Herz und Blutgefäßen, die sich durch den ganzen Körper ziehen. Seine Aufgabe besteht darin, die Zellen des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Dabei gelangt das sauerstoffreiche Blut aus dem Herzen über Arterien in die verschiedenen Organsysteme, wie Gehirn, Bauchorgane und Muskulatur, während die Venen das verbrauchte Blut wieder zum Herzen und zur Lunge zurücktransportieren. Dafür muss in den Arterien ein gewisser Mindestdruck herrschen. Wird dieser kurzzeitig unterschritten, sorgen verschiedene Regulationsmechanismen, wie zum Beispiel Verengung der Arterien, Beschleunigung des Herzschlags und Verminderung der Wasserausscheidung über die Nieren dafür, dass der Kreislauf stabil bleibt.

Kreislaufprobleme und ein zu niedriger Blutdruck können zu einem plötzlichen Blutdruckabfall führen. Dann ist die Autoregulation der Hirngefäße kurzfristig nicht mehr in der Lage, den Blutdruck auf einem bestimmten Niveau zu halten. In Folge ist das Gehirn dann für einen kurzen Moment nicht mehr ausreichend durchblutet und es kommt zu Ausfallerscheinungen mit Schwindelgefühl und Schwarzwerden vor den Augen. „Die Symptome verschwinden meist nach kurzer Zeit wieder von allein, sobald sich der Blutdruck stabilisiert hat“, so AOK-Medizinerin Dr. Sebens.