- Gesundheit im Dialog -

Sich selbst ein Lächeln schenken

Kann ein guter Umgang mit sich selbst die Gesundheit beeinflussen und Heilungsprozesse beschleunigen? Kommen optimistische Menschen mit schwierigen Situationen besser zurecht? In Kooperation mit unserer Zeitung informiert die AOK NordWest, wie ein fürsorglicher Umgang mit sich selbst im Alltag helfen kann.

In einer schwierigen Situation hilft die Frage, ob diese veränderbar ist? Wenn nicht, können wir sie nur annehmen. Ein Hadern oder sich Ärgern bringt dann nichts. „Es ist wie es ist, sonst wäre es anders, kann helfen, etwas zu akzeptieren. Ein Lächeln erleichtert das. Können wir Einfluss auf eine Situation nehmen, gilt es, Lösungen zu finden. Was kann ich tun, um diese unangenehme Situation zu verändern?“, so AOK-Präventionsexpertin Kerstin Berszuck. Dabei unterstützen kurze, selbstbejahende Sätze: Diese Sätze sind generell im Alltag oder im Job hilfreich, um mit einem positiven Selbstbild fürsorglich mit sich selbst umgehen zu können.

Eine annehmende Haltung und ein positives Selbstbild sind gute Voraussetzungen, um das Gesundheitsverhalten zu ändern, beispielsweise mit dem Rauchen aufhören oder sich gesünder ernähren zu wollen. Die Erinnerung an die erfolgreiche Veränderung von Gewohnheiten kann dabei helfen: Wie habe ich das geschafft? Was hat mir geholfen? Was waren die Erfolgsfaktoren? Wer sich dessen bewusst wird, kann dieses Vorgehen für neue Vorhaben nutzen. Beispiel: „Was ich mir vornehme, ziehe ich auch durch. Dabei motivieren mich meine Gedanken an meine Vorteile für das Neue. Deshalb werde ich es schaffen, rauchfrei zu werden.“ Das gilt für die Gesundheit und für viele andere Aspekte des Lebens, wie Beruf, Beziehung oder Familie.

Eine Frage der Körperhaltung

Eine positive Grundhaltung wird auch mit dem Körper beeinflusst. Es kann helfen, immer mal wieder bewusst das Brustbein mit Stolz schräg nach oben zu schieben. Und sich dabei vorzustellen, dass jemand ein Gummiband am Kopf befestigt hat und einen nach oben zieht. Dabei können Yoga oder Meditation unterstützen. Denn dort lernen die Teilnehmer, den eigenen Körper zunächst einmal bewusst wahrzunehmen und aufzurichten. Das kann ein erster Schritt zu einer besseren Körperhaltung sein, denn eine aufrechte und entspannte Haltung erzeugt ein gutes Gefühl und das strahlt nach innen und nach außen.

Gute Gedanken trainieren

Sich stets lächelnd zu sagen: „Das wird schon“, reicht für Veränderungen allerdings nicht aus. Wird das zum Dauercredo, kann dies auch negative Auswirkungen haben, indem zum Beispiel falsche Hoffnungen auf Gesundung geweckt werden. Experten raten daher, möglichst realistische Erwartungen zu entwickeln und sich bewusst zu machen, dass es gute und schlechte Tage gibt. Manche Menschen fühlen sich zudem besser, wenn sie ihre negativen Gedanken über sich selbst oder ihre Ängste äußern dürfen. Negative Emotionen können notwendig sein: zum Beispiel die Trauer um eine geliebte Person. Sie kann dabei helfen, den Verlust zu akzeptieren. „Dennoch wird das Leben in vielen Situationen leichter, wenn nicht mit Vergangenem gehadert, sondern positiv nach vorne geblickt wird“, sagt Kerstin  Berszuck. Gute Gedanken lassen sich trainieren wie Körpermuskeln: regelmäßig und konsequent. Einfach mal einen Smiley zur Erinnerung an den Badezimmerspiegel kleben und täglich üben, sich selbst anzulächeln. Sich an sich selbst erfreuen und den Tag mit einer aufrechten, respektvollen äußeren und inneren Haltung starten.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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