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Singen ist gut für die Lunge

Singen kann jeder, der bei Stimme ist. Denn beim Singen kommt der ganze Körper zum Einsatz: In der Lunge entsteht ein Luftstrom, der sich unter die Stimmlippen im Kehlkopf setzt und sie zum Schwingen bringt. Kopf und Rumpf bilden dabei den Resonanzboden. Alles vibriert und schwingt bis in die Zehenspitzen“, erklärt ein AOK-Experte.

Vor allem Chorsingen fördert die Gemeinsamkeit, lässt Gefühle von Geborgenheit aufkommen und wirkt sich positiv auf das seelische Wohlbefinden aus. Singen kann Glücksgefühle auslösen und helfen, Stress abzubauen. Außerdem kann es die Immunabwehr in den Atemwegen anregen. Beim Singen kommen auch Herz und Kreislauf in Schwung, die Atmung wird intensiver und der Körper besser mit Sauerstoff versorgt. Doch damit nicht genug: Singen ist gut für die Lungenfunktion und davon können besonders Menschen profitieren, die unter der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leiden.

Auch wenn im Alter der Tonumfang meistens kleiner, die Stimme brüchiger wird und das Gehör nachlässt: Gerade älteren und hochbetagten Menschen tut es gut, in Gemeinschaft zu singen. Und von der heilenden Wirkung des gemeinschaftlichen Singens profitieren auch kranke Menschen. Bei Demenzkranken kann das Anstimmen von Liedern zum Beispiel Erinnerungen wecken.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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