- Gesundheit im Dialog -

So altert der Körper

GEHIRN

Die Leistung des Gehirns variiert je nach Anforderung enorm im Laufe des Lebens. So erreicht der Wortschatz jenseits der 60 Jahre seinen Höhepunkt. Um das Hirn bis ins hohe Alter fit zu halten, gilt Ähnliches wie für Muskeln und Knochen: benutzen und durch neue Erfahrungen und Informationen herausfordern, so die AOK-Experten.

AUGEN

Die Linse verliert Im Laufe der Jahre an Elastizität. Altersbedingte Weitsichtigkeit tritt meistens ab 40 auf. Das lässt sich kaum verhindern und irgendwann nur durch Sehhilfen ausgleichen.

OHREN

Das Hörvermögen, vor allem für höhere Tone, nimmt mit der Zeit ab. Ab 50 kann sich das bemerkbar machen. Wer es nicht beschleunigen will, setzt seine Ohren möglichst kurz und selten lauten Geräuschen aus.

HERZ/KREISLAUF

Ab 40 Jahren kann es vermehrt zu kalkähnlichen Ablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose) kommen. Bei Menschen, die sich zum Beispiel fettreich ernähren und rauchen, auch schon mit 30. Das durch entsprechendes Verhalten zu verhindern, lohnt sich besonders, gelten die Folgen von Arteriosklerose doch als Haupttodesursache.

LUNGE

Die Lunge verliert ab einem Alter von etwa 30 Jahren an Elastizität. In den Bronchien verringert sich die Fläche, sodass weniger Luft ausgetauscht werden kann. Mit regelmäßigem Sport lässt sich dieser Prozess deutlich verlangsamen.

IMMUNSYSTEM

Die Aktivität des Immunsystems sinkt etwa ab dem 30. Lebensjahr. Folgen: Die Wundheilung verzögert sich und es kann leichter zu Infektionen kommen – allerdings nur in sehr geringem Maße. Bewegung fördert die Aktivität des Immunsytems.

HAUT

Veränderungen im Bindegewebe verringern die Straffheit der Haut. Dieser Prozess kann bereits im 25. Lebensjahr beginnen. Regelmäßige Pflege und eine nicht zu hohe Sonnenbestrahlung verlangsamen die Erschlaffung der Haut.

MUSKELN

Muskeln altern ab 30 Jahren. Wenn sie dann also nicht benutzt werden, beginnen sie, kleiner zu werden. Das lässt sich allerdings mit regelmäßiger Bewegung sehr lange aufhalten. Denn wenn Muskeln gebraucht werden, wachsen sie – das gilt auch noch für 100-Jährige.

KNOCHEN

 Das höchste Knochengewicht haben wir etwa im Alter von 35 Jahren. Von da an nimmt die Dichte und Stabilität der Knochen ab. Dagegen hilft Bewegung, denn Knochen, die benutzt werden, erneuern sich.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

Weitere Artikel aus "Gesundheit im Dialog"