- Gesundheit im Dialog -

Stärkend sind Achtsamkeit und Meditation

Eltern und Bezugspersonen können die natürliche Anlage Empathie fördern, indem sie einfühlsam und verständnisvoll mit dem Kind umgehen. Der aufmerksame Kontakt mit vielen Menschen im Leben lässt die Empathie aufblühen.

Dass sich Empathie sogar trainieren lässt wie einen Muskel, hat die Hirnforschung bewiesen. Basis der Untersuchungen verschiedener Neurowissenschaftler ist die Fähigkeit der Selbstwahrnehmung. Achtsamkeit ist eine wichtige Voraussetzung, um eigene und die Gefühle anderer wahrzunehmen. Mit Achtsamkeitstraining und Meditation gelingt es, sich eigener Gedanken und Gefühle bewusst zu werden und eine einfache, wertfreie beobachtende Haltung einzunehmen. In den neurowissenschaftlichen Studien zeigte sich, dass sich mit Meditation nicht nur die Empathie verstärkt, sondern auch einem Zuviel im Sinne eines „Mitleidens“ ohne zur Lösung von Konflikten beitragen zu können (empathiebedingter Burnout) vorgebeugt werden kann.

„Mitgefühl kann belasten, wenn es nicht gelingt, zwischen den Gefühlen des anderen und den eigenen trennen zu können“, sagt AOK-Expertin Kerstin Berszuck. Wenn eine Pflegeperson jedes Schicksal schwerkranker Patienten zu sehr an sich heranlässt, können negative Gefühle überwiegen und sogar Stress bis hin zum Burnout verursachen. Kann die pflegende Person ihre Empathie nutzen, um positive Gefühle wie Fürsorge, Wärme, Dankbarkeit sowie eine akzeptierende Haltung zu entwickeln, kann dies emotionale Erschöpfung abwenden.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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