- Gesundheit im Dialog -

Stressfreies Arbeiten von Zuhause

Heide. Die Corona-Krise hat die Arbeitswelt auch in Dithmarschen stark verändert. Zahlreiche Beschäftigte arbeiten jetzt von zu Hause aus, für viele ist das eine große Umstellung. In Kooperation mit unserer Zeitung informiert die AOK Nordwest, wie gesundes Arbeiten im Homeoffice gelingen kann.

Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Computer, E-Mails und Internet ermöglichen flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte. Das hat große Vorteile: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich ihre Arbeitszeit selbst einteilen und so le-gen, dass sie andere Belange wie das Familienleben oder die Pflege von Angehörigen besser integrieren können. „Für viele Menschen ist dies allerdings erst einmal eine große Umstel-lung“, sagt Oliver Vogel, AOK-Präventionsexperte. „Sie finden sich zu Hause allein vor dem Computer und in einer völlig anderen und ungewohnten Arbeitsatmosphäre wieder.“

Um wirklich konzentriert arbeiten zu können, sollte ein separater Arbeitsplatz in der Wohnung eingerichtet werden, damit die Bereiche für Freizeit und Arbeit räumlich abgegrenzt sind. Es ratsam, sich selbst Regeln zu geben, zum Beispiel Arbeits- und Pausenzeiten festlegen, Auf-gabenpakete bestimmen und Zeitpläne erstellen.

Beim Arbeiten am heimischen PC sollte nach Möglichkeit ein höhenverstellbarer Stuhl be-nutzt werden. Hierbei die Sitzhöhe passend zur Tischhöhe wählen, so dass die auf die Tisch-kante abgelegten Unterarme möglichst einen rechten Winkel zum Oberarm bilden und die Schultern dabei nicht hochgezogen werden. Den Bildschirm so aufstellen, dass der Kopf des Betrachters leicht nach unten geneigt ist, wenn er auf die Bildschirmmitte blickt. Außerdem ist ein ausreichend großer Abstand zwischen Augen und Bildschirm wichtig. Hierbei werden 50 bis 80 Zentimeter empfohlen.

Im Homeoffice sind Pausenzeiten wichtig und sollten auch eingehalten werden. Einer aktiven Pause kommt hier eine noch größere Bedeutung zu. „Hier empfehlen wir, unbedingt die Sitz-position zu verlassen, vom Arbeitsplatz aufzustehen und die Schulter- und Nackenmuskulatur zu lockern. Ein Blick dabei aus dem Fenster in die Ferne tut gut und entspannt die Augen, die vorher die ganze Zeit auf den Bildschirm gerichtet waren“, so Vogel.

Beim digitalen Arbeiten von zu Hause aus schleicht sich manchmal ein unbewusster Abkap-selungseffekt ein. Viele Menschen im Homeoffice schreiben sich beispielsweise vermehrt E-Mails statt zu telefonieren. Deshalb lautet die Empfehlung, lieber mal direkt mit den Kollegen zu sprechen, auch wenn es nur am Telefon ist. Das allein kann in schwierigen Situationen schon Stress abbauen.

Unterstützung durch Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Ob sich durch die Veränderungen aufgrund der Digitalisierung gesundheitsförderliche oder gesundheitsschädigende Effekte ergeben, ist somit wesentlich von der konkreten Gestaltung der Arbeit abhängig und von den digitalen Kompetenzen der Menschen. Um Beschäftigte zu entlasten, können Unternehmen ihre Arbeitnehmer durch Angebote des Betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützen, die von vielen gesetzlichen Krankenkassen angeboten werden.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

Weitere Artikel aus "Gesundheit im Dialog"