- Gesundheit im Dialog -

Trügerisches Sicherheitsgefühl

In Schleswig-Holstein werden wieder mehr Kleinkinder mit Verbrennungen im Krankenhaus behandelt. So stieg die Anzahl der Klinikeinweisungen im Jahr 2019 auf insgesamt 213 Kinder im Alter bis zu zehn Jahren. Das waren 14 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor (187 Kinder). Besonders betroffen sind dabei die Ein- bis Fünfjährigen. Auf diese Altersgruppe entfielen 68 Prozent der Krankenhauseinweisungen. Das belegen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. 

„Auch in der eigenen Wohnung gibt es zahlreiche Gefahrenquellen für Kinder, die von den Erwachsenen oft unterschätzt werden. Stürze, Verbrennungen und Verbrühungen sowie das Schlucken von Gegenständen oder giftigen Haushaltsmitteln sind typische Unfälle bei Kleinkindern“, warnt AOK-Mediziner Dr. Sebens.

Frisch gebackene Kekse zur Weihnachtszeit, Pfannen auf dem Herd, die heiße Suppe im Teller, Steckdosen, Kabel, brennende Kerzen – alles weckt die kindliche Neugier. Und schon ist es passiert. Jungen sind dabei häufiger betroffen. So wurden im Jahr 2019 von den betroffenen Kindern 54 Prozent mehr Jungen ins Krankenhaus eingeliefert als Mädchen. Im Bereich der Verbrennungsunfälle registriert die „Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ seit Jahren steigende Zahlen. Dabei gingen die meisten Eltern davon aus, dass ihr Kind in der eigenen Wohnung sicher ist und sähen die Gefahren nicht.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

Weitere Artikel aus "Gesundheit im Dialog"