- Gesundheit im Dialog -

Verschüttete Gefühle und Konflikte bearbeiten

Eine Psychotherapie kann einerseits pragmatisch und einfühlsam dabei helfen, wie die Betroffene das Chaos lichten können. Andererseits können „Messies“ und „Horter“ mit dieser Unterstützung auch tieferliegende Ursachen angehen. Die Betroffenen lernen, besser zu entscheiden, was weg kann und was nicht. Ist erst einmal eine Kiste aussortiert, kann diese positive Erfahrung dazu ermuntern, weiterzumachen. Oft schwächen sich die unangenehmen Gefühle beim Wegwerfen mit zunehmender Übung ab. Die Betroffenen können zudem trainieren, ihre Aufmerksamkeit fürs Ordnen und Sortieren zu steigern.

Wichtig ist, sich selbstschädigende Gedanken wie zum Beispiel „Ich bin nichts wert.“ oder „Ich muss perfekt sein.“ bewusst zu machen. Auch verschüttete Gefühle und Konflikte können bearbeitet werden. Eine Selbsthilfegruppe kann dabei unterstützen, die Probleme mit anderen Betroffenen zu besprechen. Sehr wichtig ist die Erfahrung, mehr zu sein als ein „Messie“ – nämlich ein vielseitiger Mensch mit vielen positiven und negativen Seiten, so AOK-Mediziner Dr. Mollowitz.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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