- Gesundheit im Dialog -

Von wegen Winterschlaf

Heide – In der kalten Jahreszeit ziehen sich viele Menschen in ihre vier Wände zurück. Kann man machen, muss man aber nicht. In Kooperation mit unserer Zeitung zeigt die AOK Nordwest, welche Aktivitäten in den Schleswig-Holsteinischen Winter passen.

Sobald die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, machen es sich viele Menschen am liebsten drinnen gemütlich. Auch der Lichtmangel im Winter schlägt vielen Menschen aufs Gemüt. „Kälte und frühe Dunkelheit sind aber kein Grund, zum Bewegungsmuffel zu werden", sagt Susanne Wiltfang, Bewegungsexpertin bei der AOK. Denn viele Sportarten, die man im Sommer treiben kann, eignen sich ebenso für den Winter. Zusätzlich locken in der kalten Jahreszeit noch besondere sportliche Vergnügen.

Ein weiterer Vorteil, wenn man in der kalten Jahreszeit weiter Sport treibt: sportlich aktive Menschen sind weniger anfällig für Infekte, weil das Immunsystem angeregt wird. Bewegung hilft zudem, Stress abzubauen und hellt die Stimmung auf.“

Geübte Läufer können auch im Winter weiterhin joggen oder walken. Wer allerdings ganz neu einsteigt oder nach längerer Pause wieder einsteigen möchte, sollte sich zunächst kurz vom Arzt durchchecken lassen. Das gilt vor allem für Menschen ab 40 sowie für alle, die an Vorerkrankungen leiden, etwa des Herz-Kreislauf-Systems.

Vor dem Training sollten Jogger und Walker gerade im Winter mit einem Dehn- und Aufwärmübungen starten, um den Stoffwechsel und die Durchblutung anzuregen, da flexible, dehnbare Muskeln weniger verletzungsanfällig sind. Bei Frost am besten durch die Nase atmen, um Infekten und Reizhusten vorzubeugen. Um das Wohlgefühl auch nach dem Training beizubehalten und Muskelverkürzungen zu vermeiden, sollte man - ganz unabhängig von der Jahreszeit - auch nach der Belastung den Körper noch einmal dehnen.

Nach dem Zwiebelprinzip anziehen

Wichtig beim Wintersport ist die passende Kleidung. Dazu gehören eine Kopfbedeckung, Schuhe mit gutem Profil, Handschuhe sowie atmungsaktive Kleidung. „Am besten sollte man sich nach dem Zwiebelprinzip anziehen, mit mehreren Lagen übereinander“, rät Wiltfang. Im Dunkeln sind Jogger und Walker mit Reflektoren an der Kleidung und einer Kopflampe sicherer unterwegs.

Bei Glatteis nützt das beste Schuhprofil nichts und auch die Fahrradreifen haben keinen Halt. Um Stürze zu vermeiden, ist es dann am besten, aufs Joggen und Walken zu verzichten und das Rad stehen zu lassen. Das gilt auch bei extremer Kälte, wenn die Temperatur unter 10 Grad Celsius fällt. Wann die persönliche Belastungsgrenze erreicht ist, entscheidet aber jeder selbst.

Rodeln, Schlittschuhlaufen, Schneeschuhwandern

Es gibt eine Reihe von Sportarten, die man nur oder besonders gut im Winter betreiben kann: angefangen beim Rodeln bis hin zum Schlittschuhlaufen oder Schneeschuhwandern. Und seit die Seen im Winter nur noch selten zufrieren, tummeln sich alle, die gern auf Kufen durch die kalte Luft gleiten, eben auf künstlichen Eisflächen. Wer seine Kondition verbessern möchte, für den bietet sich auch Skilanglauf an. Dabei kann man auch bei Minustemperaturen so richtig ins Schwitzen kommen.

Ins eiskalte Wasser

Wenn der norddeutsche Winter wirklich einmal mit Macht und sehr tiefen Temperaturen über einen längeren Zeitraum daherkommt, gibt es draußen eine Menge zu entdecken. Ganz Unerschrockene schwören auf das Eisbaden und lassen sich auch von Wassertemperaturen um den Gefrierpunkt nicht vom Schwimmerlebnis in Nord- oder Ostsee abschrecken. Das Neujahrsschwimmen hat vielerorts im Norden mittlerweile Tradition. Wem das ein wenig zu heftig ist, für den gibt es an der Küste immer noch die Möglichkeit, bei langen Spaziergängen an kilometerlangen Stränden ordentlich Sauerstoff zu tanken.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

Weitere Artikel aus "Gesundheit im Dialog"