- Gesundheit im Dialog -

Zahlen, Daten, Fakten zum Thema Demenz

In Deutschland leben etwa 1,4 Millionen Menschen mit Demenz, die Mehrzahl davon sind Frauen. Das liegt vor allem daran, dass Frauen im Durchschnitt älter werden als Männer. Die meisten Demenz-Erkrankungen treten im hohen Alter auf: Von den 65- bis 69-Jährigen er-kranken etwa zwei Prozent, von den 80- bis 84-Jährigen etwa zehn Prozent.

Demenz ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Krankheitsbildern. Schätzungsweise 70 Prozent aller Demenzkranken leiden an Alzheimer. Bei der Alzheimer-Demenz sterben Nervenzellen ab. Im Gehirn von Betroffenen lagern sich kleine Eiweißpartikel ab und ein wichtiger Botenstoff, Acetylcholin, ist in zu geringer Menge vorhanden. Die zweithäufigste Form der Demenz ist die gefäßbedingte, "vaskuläre" Demenz, die auf Durchblutungsstörungen im Gehirn zurückgeht. Ihr Anteil beträgt etwa zehn bis 20 Prozent.

Unterschieden wird zwischen primären und sekundären Demenzen. Primäre Demenzen haben ihre Erkrankungsursache im Gehirn. Bei sekundären Demenzen liegt eine andere Grunderkrankung vor, die demenzielle Symptome zur Folge hat. In diesem Fall können die Auswirkungen heilbar sein. Für primäre Demenzen, zu denen die Alzheimer-Krankheit und die vaskuläre Demenz gehören, gibt es trotz intensiver Forschung bislang keine Heilungschancen.

Ein Artikel aus der Serie "Gesundheit im Dialog" von der AOK Nordwest und Boyens Medien.

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