Heide

Eine große Pokalgeschichte

Der Kalender nennt den 2. August 2013. In der Schleswig-Holstein-Liga spielen unter anderem der SSC Hagen Ahrensburg, der Preetzer TSV, der Heikendorfer SV, der FC Dornbreite (der TuRa Meldorf zum Auftakt mit 7:1 schlägt), aber auch der SV Eichede II. Der VfB Lübeck ist ebenfalls vertreten. Mit seiner „Ersten“.

An diesem Freitag wird die Saison an der Meldorfer Straße eröffnet. Der Heider SV unterliegt den Lübeckern mit 0:3. Standesgemäß kann man das Ergebnis nennen. Fair gratuliert HSV-Trainer Thomas Möller dem Bezwinger. 1000 Zuschauer sind dabei.

Am Ende der Saison wird der VfB Lübeck mit 93 Punkten 33 Punkte vor Verfolger Preetzer TSV als Meister einlaufen. Der SV Eichede II tritt zum letzten Spiel nicht an. Er steigt neben dem Heikendorfer SV, dem SSC Hagen Ahrensburg und der Husumer SV ab. Heide Zehnter hinter Meldorf.

Seitdem haben sich der Heider SV und der VfB Lübeck, beide mit großer Vergangenheit, nicht mehr zum Punktspiel getroffen. Statistiker haben ermittelt, dass beide Teams an diesem Mittwoch zum 58. Mal aufeinandertreffen. Ein Dutzend Spiele hat der Heider SV bisher gewonnen, 30 Partien gewann der VfB, 15 Spiele endeten mit einem Unentschieden.

Und dann gibt es noch den Landespokal, dazu kommt man auf das späte Frühjahr 1982. Der Heider SV, viertklassig in Schleswig-Holsteins höchster Liga, erwartet den VfB Lübeck aus der Amateur-Oberliga Nord in den Umrissen der Regionalliga. Die Dithmarscher gewinnen mit 2:1. Gäste-Kapitän Jens Martens, heute Trainer von Eintracht Norderstedt, gratuliert fair und bezeichnet den Heider Sieg als das, was er ist: hochverdient. Er hasst aber Niederlagen. Seinen Frust kriegen die Mannschaftskollegen noch auf dem Spielfeld ab. Martens beschuldigt sie der Arroganz. Auch das stimmt.

Der VfB Lübeck ist Rekordsieger im Landespokal. 14-mal haben die Grün-Weißen den Wettbewerb gewonnen. Der Heider SV wird zweimal als Sieger geführt. Bereits 1979 konnte er das Finale für sich entscheiden. 

Der Pokalsieg 1982 wird als Jahreshöhepunkt noch getoppt: Am 29. August spielt der Heider SV in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den TSV München 1860 1:1. Nach dem geltenden Modus gibt es im Falle eines Unentschiedens ein zweites Spiel mit wechselndem Heimrecht. Im Stadion an der Grünwalder Straße unterliegen die Heider knapp mit 1:2.

Die Geschichten von der Regionalliga folgen an diesem Mittwoch im Zwei-Stunden-Abstand - die nächste gibt es also um 18 Uhr.


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