Hamburg

Heider SV zahlt erstes Lehrgeld

Den ersten Torschuss gab Tobias Hass ab. Dagegen konnte der Hamburger SV II nichts machen. Der Stürmer des Heider SV probierte, den Anstoß direkt gegen Torwart Kevin Harr zu verwandeln. Der Versuch ging fehl, auch der Wind stand dagegen. Gastgeber Hamburger SV II hatte mehr Chancen und gewann die Regionalliga-Partie nach einer 2:0-Halbzeitführung mit 5:1.

Neuling Heide ging also durchaus mutig in die Partie, wurde auch von der Mehrzahl der Zuschauer unterstützt, die in Pkw und einem  Sonderbus aus Dithmarschen angereist waren. 

Die Überlegenheit des unter Vollprofi-Bedingungen trainierenden Bundesliga-Unterbaus ließ sich aber bei allem Eifer auf Heider Seite nicht verheimlichen. Zwar wagte sich auch der „kleine HSV“ nach vorn, doch effektiver im Aufbauspiel agierte der Hamburger SV II.

Den ersten Gegentreffer schluckte Heide in der 14. Minute, nachdem sich der starke Fagerström auf der rechten Hamburger Angriffsseite gegen Neelsen durchgesetzt hatte. Drei Torversuche folgten, der letzte - abgegeben von Geißen - fand den Weg in den Heider Kasten.

Der Heider SV, die Dreier-Abwehrkette oft durch Peters und Hardock auf eine Fünferkette erweiternd, stand tief und versuchte, über Schnellangriffe (Hardock, Hass) Nadelstiche zu setzen. Trotzdem entsprach das 2:0 durch Kwames Fernschuss zwei Minuten vor der Halbzeitpause dem Spielverlauf. Mit einer Franzenburg-Parade gegen Geißen ging die erste Hälfte zu Ende. Fagerström verwandelte zwar, hatte nach Meinung des Schiedsrichter-Assistenten aber im Abseits gestanden.

Das 3:0 holte die HSV-Reserve zweieinhalb Minuten nach dem Seitenwechsel nach, doch es war ein Heider, der traf. Kapitän Quade, vom unermüdlichen Fagerström unter Druck gesetzt, grätschte den Ball an Franzenburg vorbei ins Eck.

Der Heider SV schonte sich nicht. Die Spieler rannten und kämpften. Moral war ihnen nicht abzusprechen. Und dann fiel es endlich, das erste Regionalliga-Tor. Über Gieseler gelangte der Ball zum für Selcuk eingewechselten Wolf, der klug Hass bediente. Die Nummer 17 ließ Hamburgs Torsteher keine Chance. Zarte Hoffnungen machte aber sieben Minuten später Fagerström zunichte, nachdem Wansiedler einen hohen Ball nicht erreichen konnte.

Fair und ruhig ging die Partie zu Ende. Geissen legte in der Nachspielzeit noch einen Kopfballtreffer nach.

Hamburger SV II: Harr - Pinckert, Haut, Steinmann, Storb - Kwarteng (73. Huber), Geißen, Heil (55. Kabuya), Mohssen, Kwame (80. Schneider) - Fagerström.

Heider SV: Franzenburg - Wansiedler, Quade, Neelsen - Hardock (71. Sierks), Hahn, Ehlert, Peters -  Selcuk (58. Wolf) - Hass (80. Sinzel), Gieseler.

Schiedsrichter: Bahr (Ahlerstedt).

Zuschauer: 550.

Tore: 1:0 Geißen (14.), 2:0 Kwame (43.), 3:0 Quade (48., Eigentor), 3:1 Hass (65.), 4:1 Fagerström (72.), 5:1 Geißen (90.).

Mehr mit Stimmen in der gedruckten Montag-Ausgabe vom 29. Juli. Am Mittwoch um 19 Uhr folgt das erste Regionalliga-Heimspiel für den Heider SV gegen Werder Bremen II.


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