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Kein Tabuthema: Die Trauerfeier schon jetzt planen

Nichts wird so gerne verdrängt, wie der Tod. Tritt der Ernstfall schließlich ein, fühlen sich Angehörige und Freunde oft völlig überfordert mit der Situation. Neben all der Trauer sind tausend Dinge zu erledigen – von der Information der Verwandten und Bekannten über die Bezahlung noch ausstehender Rechnungen und die Kündigung von Verträgen bis hin zur Abwicklung des Hausstands oder dem Verkauf von Haus und Wohnung. „Gut, wenn wenigstens die Trauerfeier ohne weiteren Substanzverlust vorbereitet werden kann. Ein Vier-Augen-Gespräch zu Lebzeiten kann diese schwere Aufgabe unglaublich vereinfachen“, bekräftigt der Geschäftsführer des Bundesverbandes Bestattungsbedarf, Dirk-Uwe Klaas.

Ein Gespräch über den Todesfall sollte auch angesichts aller verständlichen Bedenken kein Tabu darstellen. „Gerade, wenn es mit der Gesundheit nicht zum Besten steht oder das Alter zwischenzeitlich mehr als nur Spuren hinterlässt, sollten alle Eventualitäten angesprochen werden. Und zwar bevor das nicht mehr möglich ist“, so Klaas. Zunächst sollte geklärt werden, ob eine Erd- oder eine Feuerbestattung gewünscht wird, auf welchem Friedhof die Beerdigung stattfinden soll und ob es bereits eine Grabstätte gibt. Ist dies nicht der Fall, kann entsprechend frühzeitig vorgesorgt werden. Wichtig ist dann auch die Frage, welches Beerdigungsinstitut in die engere Auswahl kommt, welcher Steinmetz für die Einfriedung der Ruhestätte sorgen und welcher Gärtnereibetrieb deren Pflege übernehmen soll. „Bereits diese zunächst groben Eckdaten erleichtern die Vorbereitung einer Beerdigung erheblich und nehmen dem Trauernden einen großen Teil seiner schmerzlichen Last von den Schultern“, so Klaas.

Auch Einzelheiten können und sollten besprochen werden Wer sich an das Thema herantraut, sollte mit dem Familienangehörigen oder Freund auch über die weiteren Einzelheiten sprechen: Wie soll die Trauerfeier ablaufen? Wer soll kommen? Welcher Sargschmuck wird gewünscht? „Außerdem lässt sich im persönlichen Gespräch klären, ob es einen Trauerredner oder geistigen Beistand geben und ob eventuell ein Organist die Trauerfeier musikalisch untermalen soll“, ergänzt Klaas. „Natürlich ist es schwer, diesen Schritt zu gehen und alle diese Punkte anzusprechen, wenn der geliebte Mensch, der einem gegenüber sitzt, noch lebt. Aber man tut sich und seinen Angehörigen im Nachhinein damit einen großen Gefallen.“ Nichts sei so schwer zu verdauen und versetze einen derart in Schockstarre, wie ein Todesfall, da helfe jede Form der Vorbereitung ungemein.