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Zweiter Dithmarscher Klima-Slam


Nordermeldorf · Katharina Jule Hanssen · 06.09.2026

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Freudige Übergabe: Horst-Walter Roth gratuliert Siegerin Jutta Wilkens.

Trotz Regen ließen sich rund 150 Besucher die Stimmung nicht verderben. Gute Laune bestimmte den Abend, an dem der Verein Region:Meldorf aktiv im Community-Zelt der Kulturköpfe Dithmarschen im Rahmen des Kulturprojektes Kunstgriff den zweiten Dithmarscher Klima-Slam veranstaltete.

Im Fokus standen dieses Mal die Demokratie und das gesellschaftliche Klima. Das Spannende am Konzept: Das Publikum selbst entschied per Applaus, welcher Beitrag gewinnt, ganz gemäß dem Motto. Mit viel Witz und Charme führte Moderator Dr. Jörn Klimant durch den Abend. Den Leitsatz "Kunst.Klima.Demokratie" interpretierten die Teilnehmer in den Kategorien Wort, Bild und Klang kreativ und unterschiedlich.

Die Beiträge boten spannende Impulse, die zum Nachdenken anregen und wohl noch länger nachklingen werden. Zuvor informierten unter dem Motto "Miteinander. Füreinander." Dithmarscher Organisationen und Vereine bei einem Markt für Demokratie im Garten der Kultur.Wind.Mühle Juliane über ihre Projekte.

Den ersten Platz belegte Jutta Wilkens mit dem Poetry-Slam "Wenn ick mi mol wat wünschen schull" in der Kategorie Wort. Mit Plattdeutsch, regionalem Bezug und viel Herz traf sie direkt ins Schwarze. Das Publikum dankte es ihr mit Standing Ovations. Auf den zweiten Platz applaudierten die Zuschauer Shima Tousi (Kategorie Bild), deren Kunstwerk die Verbundenheit der Menschen verbildlicht und an Zusammenhalt in schweren Zeiten appelliert.

Auf den dritten Platz sang sich Bernd Gawrisch mit "Hör nicht hin" (Kategorie Klang) in die Herzen der Zuschauer, mit dem Impuls, in einer lauten Welt der eigenen Stimme Ausdruck zu verleihen. Jutta Wilkens' Sieg wurde belohnt mit dem Baum des Jahres 2027, der im Herbst im Klimapark eingepflanzt werden soll.

Der erste Vorsitzende Horst-Walter Roth überreichte das Stück Natur symbolisch als kleinen Baum im Blumentopf. Zur Freude des Publikums gab Jutta Wilkens spontan eine Zugabe: "Nazi-Mann, kiek mi an" – ein denkwürdiger Abschluss. Im Anschluss wurde die Atmosphäre im Mühlengarten bei Getränken und Snacks des Deichhaus-Teams genossen.

Erfreulich waren auch die Spendeneinnahmen für die Ukraine-Hilfe der hoelp, die anstelle von Eintritt gesammelt wurden. Das Orga-Team bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmern und Helfern und freut sich auf die dritte Durchführung im kommenden Jahr.

Was von diesem Abend bleibt, brachte Jutta Wilkens in ihrem Poetry-Slam auf den Punkt: „Un dat wi hier nu all tosoomen stoht, dat wieest uns doch, wi Dithmarscher hebbt grooten Mood, optostohn för Freeden, Toleranz und Demokratie!“