50 Jahre Surf Club
„Das war nicht nur ein Jubiläum, das war ein echtes Wiedersehen”, resümiert Steffen Schneider, der Vorsitzende des Surf Club Büsum (SCB), der maßgeblich die gelungene Jubiläumsfeier organisiert hatte. Über den Tag hinweg waren mehr als 60 Mitglieder, ehemalige Weggefährten und Freunde auf der Büsumer Familienlagune, um bei bestem Wetter das Jubiläum zu feiern.
Dort, wo alles einmal begann. Gegründet wurde der Club 1976. 19 Pioniere des Windsurfens waren es ihrer Zeit, die als erste Surfer mit einfachen Holz-Gabelbäumen und improvisiertem Material über das Wasser glitten. Dr. Arno Lindemann, eines der Gründungsmitglieder: „Grund für die Vereinsbildung, die wir damals als ‚End-68-er‘ eigentlich nie wollten, war unser Wunsch an die Gemeinde Büsum, für die Bretter einen Container aufstellen zu dürfen. Die Gemeinde wollte allerdings einen festen Ansprechpartner haben und da mussten wir handeln.”
Im Lauf der Zeit hat sich der Verein zu einem festen Bestandteil der lokalen Wassersportkultur entwickelt. Geprägt von Pioniergeist, Regattasport und geselligem Vereinsleben hat der Club Generationen von Surferinnen und Surfern verbunden. Und so war es selbstverständlich, dass es auch auf das vertraute, nasse Element ging. „Den Wind in den Händen” hieß es nun wieder.
Eine „Dickbrett-Regatta“ auf rund 40 Jahre altem Material, auf einem gekennzeichneten Parcours, ließ die Anfangszeiten des Windsurfens lebendig werden und schlug die Brücke zur Vereinsgeschichte. Besonders erfreulich war die Teilnahme zahlreicher Gründungsmitglieder, die den Club von Beginn an geprägt haben. Mit Hans Hermann Thun, Axel Budde, Jan Dirk Ruhser und Steffen Schneider waren auch ehemalige und aktuelle Vorsitzende des Clubs dabei.
Hans Hermann Thun hatte altes Fotomaterial dabei, das man sich gerne in Erinnerung an alte Zeiten anschaute. Ansonsten stand der Tag bei Kaffee und Kuchen und einem gemeinsamen Grillen bis in den Sonnenuntergang ganz im Zeichen von Austausch, Erinnerungen und neuen Geschichten.
Steffen Schneider abschließend: „Am Strand fängt alles harmlos an mit: ‚Der Wind kommt noch‘, und ehe man sich versieht, steckt man mitten in den besten, ehrlichsten Gesprächen – weil man ja sowieso noch wartet. Und wenn der Wind dann tatsächlich kommt, hat man zusätzlich gute Geschichten im Gepäck. Genau deshalb: Das wiederholen wir, spätestens in fünf Jahren – mit oder ohne Wind.”
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