Direkt zum Hauptinhalt springen
Menü
Menü

Alarm zur Lebensrettung


Lohe-Rickelshof · Kai Tange · 02.04.2026

Foto vergrößern
Der Start der neuen AED-Einheit der Freiwilligen Feuerwehr in Lohe-Rickelshof ist gelungen.

Entschlossene Gesichter. Vielleicht bleibt es eine ehrenamtliche Initiative, die jetzt schon Respekt und Anerkennung verdient. Vielleicht ist es irgendwann einmal pure Lebensrettung. Die Freiwillige Feuerwehr Lohe-Rickelshof hat neuerdings eine AED-Einheit. 14 Männer und Frauen gehören dazu. 

AED steht für "Automatisierter Externer Defibrillator". Einzusetzen bei Herzstillstand, um in der Erstversorgung wertvolle Zeit zu gewinnen und das Herz durch Impuls von außen und fachkundige Herz-Lungen-Wiederbelebung (hoffentlich) wieder schlagen zu lassen. Seit Anfang März ist die Einheit dienstfähig und wird im Fall der Fälle von der Einsatzstelle alarmiert.

„Für den ersten Angriff parallel zum Rettungsdienst“, sagt Thorsten Knäuper, der die AED-Einheit leitet und die Ausbildung der Freiwilligen aus der Wehr begleitet hat. Thorsten Knäuper weiß, wovon er spricht. Er arbeitet im Hauptberuf bei der Feuerwehr in Neumünster, im Brandschutz und im Rettungsdienst. Sein Stellvertreter in der neuen Loher AED-Einheit ist Thomas Rittscher, der kürzlich neugewählte Wehrführer.

Im Notfall sorgt die Leitstelle für die Alarmierung. Idealerweise fahren zwei aus der Gruppe sofort zum Einsatzort, um die Herz-Lungen-Massage zu starten, zwei holen den Rucksack und den Defibrillator. Auch die Geräte, die bei der Schule und vor dem Dörpshus hängen, können genommen werden.

Für die Ausrüstung der Einheit hat die Gemeinde knapp 10.000 Euro freigegeben. Geschult wird zunächst einmal im Monat. Beim Herzstillstand zählt jede Minute, um Leben zu retten und schlimmere Folgen zu vermeiden. Mit der geschulten Erstversorgung soll die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und des Notarztes überbrückt werden. Die Notfallversorgung in der Gemeinde hat sich dadurch verbessert.