Ausflug in die Halligwelt
Der Gemeindeausflug führte dieses Mal auf die Halligen Oland und Gröde. Bei Regenwetter stiegen die Teilnehmer an den Bushaltestellen des Dorfes in den Bus. 38 Personen waren der Einladung der Gemeinde gefolgt. Ein Anzeichen dafür, dass diese Tradition immer noch Wertschätzung erfährt. Zunächst ging es nach Husum, um dort die Reiseleiterin an Bord zu nehmen. Der Regen hatte inzwischen aufgehört. Sie wusste einige interessante Details über die "graue Stadt am Meer" zu berichten: Vom wichtigen Handelsplatz für den Viehhandel seit dem Mittelalter (einer der größten Viehmärkte Europas fand hier 1970 zum letzten Mal statt), über den wohl bekanntesten Sohn der Stadt Theodor Storm und sein Leben und Wirken bis hin zu Ludwig Nissen, der seiner Heimatstadt ein kulturelles Erbe in Form des Ludwig-Nissen-Hauses hinterließ.
Weiter ging es über Hattstedt, Struckum, Cecilienkoog, Reußenköge, Sönke-Nissen-Koog (bekannt für seine grünen Dächer), Ockholm und schließlich nach Schlüttsiel - am Abschlussdeich des Hauke-Haien-Kooges gelegen. Dort wartete die MS See Alder, die die Ausflügler zur Hallig Oland brachte. Bei ruhiger See und teils blauem Himmel wurde die Überfahrt genossen. Ein Rundgang mit vielen Informationen und dem Besuch der Halligkirche folgten, bevor sich alle am leckeren Grillbüfett in der Halligstube "Kiek In" labten.
Nach der Mittagspause ging es wieder aufs Schiff in Richtung Hallig Gröde. Sie ist mit sieben Einwohnern die kleinste selbständige Gemeinde Deutschlands. Auch hier gab es einen Rundgang mit Besuch der kleinen Kirche. Im Gegensatz zu Oland - hier wird zur Zeit ein Kind von einer Lehrkraft unterrichtet - gibt es auf Gröde zwar Schulräume, jedoch momentan keine Schüler. Während der Rückfahrt nach Schlüttsiel gab es an Bord Kaffee und Kuchen. Angeregte Gespräche zeugten davon, dass es wohl allen gut gefallen hat. Der Heimweg von Schlüttsiel führte wieder durch die Köge Richtung Husum.
In Ockholm liegt die Peterswarft. Die Warft erlangte 1978 Berühmtheit. Sie diente als Filmkulisse für die Verfilmung der berühmten Novelle "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm. Thomas Breiholz brachte die Reiselustigen wieder sicher nach Schlichting zurück. Hier begann es dann wieder zu regnen - Glück gehabt.
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