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Feldkampf bei dem BV Geestdörfer


Wesselburen · Hans-Hermann Ohm · 18.01.2026

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Hauke Hinz (links) beglückwünscht Tewes Hoops zum knappen Sieg.

Seit 1991 boßeln „Achtung“ Wesselburen und die Vereinigten Geestdörfer zusammen. Drei „goldene“ Boßeln konnte „Achtung“ in den ersten zehn Jahren erringen. Dann wurden die Geestdörfer stark. „Achtung“ musste in den letzten 25 Jahren fünf „goldene“ Boßeln abliefern. Ein Verlust einer „goldenen“ Boßel ist dann gegeben, wenn ein Verein gegen den gleichen Gegner drei Jahre in Folge verliert. Nach einem verlorenen Feldkampf wird die eigene Feldboßel dem Gewinner mit markigen Worten und dem „Lüch op“ überreicht. Nach drei verlorenen Feldkämpfen muss diese Boßel zu Hause „vergoldet“ werden und der Verlierer wird dann zum Vereinsfest des Gewinners eingeladen und dort wird diese Boßel in einem großen Rahmen überreicht. In Boßlerkreisen ist das eine wertvolle Trophäe.

Nach dem gut gelungenen Saisonauftakt letzte Woche gegen den BV Simonsberg waren die „Achtung“-Boßler guter Dinge, den Boßlern von den Vereinigten Geestdörfern zu begegnen. Mit einem Bus fuhr „Achtung“ dann zu den Geestdörfern.

Beide Vereine konnten 31 Boßler aufstellen. Bei guten und milden Temperaturen begann der Feldkampf nach drei Abwerfern, wonach „Achtung“ mit 16 Metern zurücklag. Aber bereits vier Würfe weiter zog „Achtung“ an dem Gastgeber vorbei. Es ging immer nur um ein paar Meter, die „Achtung“ vorne lag. Bis der 19. Boßler von „Achtung“ einen schwachen Wurf zeigte und die Geestdörfer dagegen einen starken Wurf zeigten und mit gut 30 Metern in Front zogen. Leider zeigte auch der 21. Boßler von „Achtung“ einen schwachen Wurf und so bejubelten die Gastgeber den Gewinn eines Schotts. Die nächsten zehn Werfer waren ebenbürtig. So führten die Geestdörfer nach dem ersten Durchgang mit einem Schott und 14 Metern „kiek ut“. Diesen „kiek ut“ konnte „Achtung“ nach weiteren drei Würfen wettmachen und führte fortan leicht, lag aber noch ein Schott zurück. Erst nach dem 19. Boßler zogen die Geestboßler wieder vorbei. Aber „Achtung“ wehrte sich und hielt gut dagegen, zog sogar an den Geestdörfern vorbei.

Nach dem 29. Boßler mussten die Gastgeber das Schott wieder einsetzen. Trotz guter weiterer Würfe von „Achtung“-Boßlern bejubelten die Gastgeber letztlich erleichtert einen Sieg von 22 Metern „kiek ut“ und errangen damit die sechste „goldene“ Boßel in Folge. Die beiden Schlußredner, Hauke Hinz von „Achtung“ und Tewes Hoops von den Vereinigten Geestdörfern, zollten einander Respekt nach diesem sehr spannenden Feldkampf. Nach dem dreifachen „Lüch op“ beider Mannschaften fuhren alle zum Vereinslokal der Geestdörfer und setzten das sehr gute Miteinander noch einige Stunden fort.